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Vor 80 Jahren brannte das Neustrelitzer Residenzschloss nieder.

Auf einen Vortrag des Vorsitzenden des Neustrelitzer Residenzschlossvereins, Jürgen Haase, freuen sich die Brüder und Schwestern der Freimaurerloge der Residenzstadt. Am 13. Mai spricht Haase zum Thema:“80 Jahre nach dem Schlossbrand – wie geht es weiter auf dem Neustrelitzer Schlossberg“.

Der Residenzschlossverein wurde am 27. August 1998 in Neustrelitz gegründet. Die Mitglieder des Vereins haben sich zum Ziel gesetzt, den Wiederaufbau des 1945 bis 1950 zerstörten Residenzschlosses des ehemaligen Großherzogtums Mecklenburg- Strelitz zu fördern.

Zu diesem Gästeabend der Johannisloge „Georg zur wahren Treue“ sind alle interessierten Damen und Herren eingeladen. Sie können sich beim korrespondierenden Sekretär René Schluck unter der Email-Adresse korr.sekretaer.gzwt@gmail.com anmelden. Der Gästeabend beginnt um 19 Uhr. Es wird ein Kostenbeitrag von 10 EUR erhoben.

Zeichnung: Wilfried Baganz

Chronologie:

24.03.1945 gegen 20.30 Uhr: Bombardierung durch ein feindliches Flugzeug, dadurch erhebliche Beschädigung des Flachdaches und kleinere Schäden. Gesamtschaden: ca. 30 000 Reichsmark. Reparaturarbeiten wurden noch in Auftrag gegeben, können aber nicht mehr durchgeführt werden.

28.04. Der Bürgermeister flieht mit vielen anderen Menschen aus der Stadt.

29.04. Kampf um Neustrelitz

Nacht vom 29. zum 30.04. Die deutsche Wehrmacht zieht ab. In derselben Nacht Beginn des Schlossbrandes

30.04. gegen 5.00 Uhr die Rote Armee zieht in Neustrelitz ein. Nach dem Verlöschen des Brandes wird die Schlossruine nicht gesichert. Es werden keine Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Damit ist  bis heute unklar, wer den Brand gelegt hatte.

Der Zustand des Schlosses war nicht so verheerend, dass es nicht hätte wieder aufgebaut werden können. Einige Teile des Schlossmuseums waren noch vor 1945 sicherheitshalber in die Kellerräume verbracht worden, wo sie den Schlossbrand überstanden.

Die Schlossruine war ca. 4 ½ Jahre Plünderungen, Vandalismus und Verfall preisgegeben. Damit gingen u.a. viele wertvolle Kunstschätze wie z.B. die Münzsammlung, die Jagdwaffensammlung, die Porzellansammlung, ein großer Teil der Gemäldesammlung, die wertvolle Innenausstattung und vieles mehr verloren. 

08.05. Ende des Zweiten Weltkrieges

06.06.1946-17.03.1950 Adolf Wagner ist Bürgermeister der Stadt Neustrelitz

Oktober 1949 Beschluss der Stadtverwaltung zum Abriss des Schlosses. Grundlage: Rundschreiben von Walter Ulbricht Nr. 8/48 vom 31.03.1948 „Abriß von Schlössern und Junkersitzen“.

06.12.1949 gegen 11.30 Uhr vermutlich letzte Sprengung des Schlosses (Turm), danach Abtragung des oberirdischen Teiles der Ruine.

Nach 1950 Bau von Baracken auf dem Schlossberg

1991/1992 Abriss der Baracken, seitdem ist Baufreiheit für den Wiederaufbau des Schlosses gegeben.