Der diesjährige ökumenische Gedenkgottesdienst an das Herzoghaus Mecklenburg-Strelitz findet am morgigen Sonnabend, 26. August, um 10.30 Uhr, in der Johanniterkirche Mirow stattfinden. Dazu wird auch Herzog Michael zu Mecklenburg erwartet.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht der 175. Geburtstag des Großherzogs Adolf Friedrich V., der am 22. Juli 1848 geboren worden war. Die Neustrelitzer Historikerin Sandra Lembke wird dazu einen historischen Abriss vortragen.
Am Mittwoch, den 30. August, lädt Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen von 18 Uhr bis ca. 19.30 Uhr zu einem stadtgeschichtlichen Abendspaziergang durch den Schlossgarten ein. Die Spazierenden erfahren bei dieser Tour Wissenswertes über die symmetrisch-barocke Gartenanlage, den englischen Landschaftsgarten, die historischen Gebäude und den reichen Skulpturenschmuck.
Die Teilnahme kostet 8 €, für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren 2 €, unter 6 Jahre ist die Teilnahme frei. Treffpunkt ist im Kulturquartier. Die Teilnahmegebühr beinhaltet den Eintritt ins Museum bis zum 3. September. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf maximal 20 Personen begrenzt, daher wird eine Anmeldung empfohlen unter 03981 23909-99 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de.
Am kommenden Sonntag, den 20. August, führt ab 10.30 Uhr Zettelträger Geisler – alias Sandra Lembke – wieder durch die Residenzstadt und plaudert aus dem Nähkästchen des bunten Neustrelitzer Theaterlebens. Ob Primadonna, Heldentenor oder komische Alte – zahlreiche Künstler*innen prägten über die Jahrhunderte das Theatergeschehen in Neustrelitz und bescherten dem Publikum wahre Sternstunden.
Treffpunkt zur Tour ist im Kulturquartier. Die Teilnahme kostet 8 €, für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren 2 €, unter 6 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter: 03981 23909-99 oder info@kulturquartier-neustrelitz.de
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg hat gemeinsam mit der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern und dem RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. eine Kooperationsvereinbarung zur Gedenkarbeit auf dem Areal des KZ-Gedenkortes „Waldbau“ geschlossen. Am heutigen Montag unterzeichneten Kerstin Ofiara, kommissarische Forstamtsleiterin in Neubrandenburg, Christian Utpatel vom RAA MV e.V. und Oberbürgermeister Silvio Witt die Vereinbarung. Sie regelt die künftige Nutzung des Grundstücks hinsichtlich der Gedenkarbeit und ist mit der heutigen Unterzeichnung in Kraft getreten.
Hintergrund
Bei dem KZ-Gedenkort „Waldbau“ handelt es sich um den zweiten, 1944 bis 1945 existierenden Standort des ehemaligen, 1943 errichteten KZ-Außenlagers Neubrandenburg, der dem Konzentrationslager Ravensbrück zugeordnet war. Der Standort befindet sich unmittelbar südlich der Stadtgrenzen in Richtung Berlin in einem Waldstück nahe der heutigen Bundesstraße 96.
Der Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers Neubrandenburg, dessen Fundamente und Ausmaße auch heute noch sichtbar sind, soll als Gedenkort gepflegt und erhalten werden, um an die Geschichte und an das Leid der Menschen zu erinnern, die dort gefangen gehalten wurden, Zwangsarbeit verrichten mussten, gelitten haben und gestorben sind. Auf Grundlage der Vereinbarung soll die Erinnerung an diese Menschen gepflegt werden und für die Gegenwart und Zukunft mahnen.
Die Vertragsparteien haben mit der Unterzeichnung ausdrücklich Bezug auf den Schwur der Insassinnen des KZ-Außenlagers Neubrandenburg aus dem „Neubrandenburger Manifest“ genommen. Dieser lautet wie folgt: „Wir wünschen, daß unsere Kinder als höchstes Gut das freie Menschenleben ansehen möchten, daß das Recht auf Leben, das Recht auf die persönliche Würde und auf die Freiheit nie verletzt werden kann. Soziale Gleichheit und Gerechtigkeit sollen im Zusammenleben der Völker alle Tendenzen der Vorherrschaft ersetzen.“
Aufgrund seiner Geschichte ist das Areal als Gedenkort einzigartig – die Gedenkarbeit kann daher nur an diesem Ort stattfinden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Führungen und pädagogische Arbeit soll künftig auf die Geschichte des KZ-Außenlagers Neubrandenburg und dessen Standort „Waldbau“ dauerhaft aufmerksam gemacht werden.
Ab sofort ist im Erinnerungsort Stasi-Haftanstalt Töpferstraße in Neustrelitz neben der im letzten Jahr eröffneten Dauerausstellung die kleine Sonderausstellung „17. Juni kompakt“ der Bundesstiftung Aufarbeitung zu sehen. Der Volksaufstand in der DDR von 1953 jährt sich unter besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit in diesem Jahr zum 70. Mal. Der Erinnerungsort widmet seine Arbeit in diesem Jahr schwerpunktmäßig diesem Ereignis, das in ganz besonderer Weise den Wert heutiger Meinungs- und Demonstrationsfreiheit und des Streikrechts vor Augen führt.
Die Sonderausstellung ist ebenso wie die Dauerausstellung noch bis Ende Oktober jeweils donnerstags von 16-19 und sonntags von 13-17 Uhr zu sehen. Donnerstags gibt es um 16 Uhr eine 45-minütige Zeitzeugenführung mit Dietrich Conrad. Der Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Aktuelle Informationen finden sich auf www.stasi-haftanstalt-neustrelitz.de
Zu einer Sonderführung im Schloss Mirow unter dem Titel „Queen Charlotte. Ihre Kindheit und Jugend in Mirow“ wird am kommenden Freitag, den 16. Juni, um 14 Uhr eingeladen. Die Führung wird aufgrund der zahlreichen Nachfragen zum Leben von Queen Charlotte in ihrem Geburtsort Mirow angeboten. Bei einem Schlossrundgang werden die Stationen ihres Lebens bis zu ihrer Reise nach England vorgestellt, wo sie 1761 als Gattin von George III. zur Königin von Großbritannien und Irland gekrönt wurde.
Am Freitag präsentierte das Schliemann-Museum in Ankershagen eine neue Sonderausstellung unter dem Titel „Die Spur des Goldes“. Zur feierlichen Eröffnung erschienen zahlreiche Besucher und folgten interessiert den Ausführungen von Museumsleiterin Undine Haase. Im Fokus der neuen Sonderschau steht der Schatz des Priamos, der spektakuläre Goldfund Heinrich Schliemanns, der sich am 31. Mai zum 150. Mal jährte.
Bis zum heutigen Tag faszinieren die trojanischen Altertümer mit diesem sagenhaften kunstfertigen Schmuckstücken Menschen weltweit. Museumsleiterin Undine Haase freut sich anlässlich des Fundjubiläums diese besondere Schau in Ankershagen zu präsentieren und berichtet: „Mit Hilfe all derer, die an der Umsetzung und Ausgestaltung dieser Sonderausstellung beteiligt waren, ist es uns gelungen einen umfassenden Blick auf die vielen Stationen des Goldes, vom Schmuggelgut über spektakuläre Präsentationen bis zur Beutekunst, zu bieten. Zugang zu den Dokumenten aus dem Osmanischen Reich gewährte Dr. Rüstem Aslan. Weitere Unterstützung erhielten wir von den Staatlichen Museen zu Berlin. Etliche Originaldokumente, die die Ausstellung des Schatzes im Londoner South-Kensington Museum sowie die Aufstellung durch Heinrich Schliemann im Berliner Museum dokumentieren, sind zu sehen. Darüber hinaus zeigen wir auch bisher unpublizierte Dokumente.“
Die Sonderausstellung ist nun bis Oktober 2023, im Rahmen der Dauerausstellung rund um das facettenreiche Leben des Troja-Ausgräbers Heinrich Schliemann, zu sehen. Weitere Details und alle Informationen rund um das Museum auf www.schliemann-museum.de
Die Stadt Neustrelitz hat die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Vorschläge für einen Straßennamen zu unterbreiten, der einerseits Opfern des Naziregimes gedenkt und andererseits einen Bezug zu Neustrelitz haben soll. Der Vorstand des Neustrelitzer Kulturrat e.V. hat sich mit der Frage beschäftigt und hat der Neustrelitzer Stadtvertretung vorgeschlagen, der Straße den Namen „Rose-Wagner-Groß-Straße“ zu geben. Die Begründung dafür bezieht sich auf Archiv-Untersuchungen mehrerer Historiker für die es als erwiesen gilt, dass die fünf Kinder Fritz Wagner (4 Jahre alt), Paul Wagner (7 Jahre alt), Max Groß (9 Jahre alt), Alex Rose (10 Jahre alt) und Franz Rose (13 Jahre alt) vom katholischen Kindergarten in Neustrelitz zum Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau abtransportiert und dort ermordet wurden.
Nach Ansicht des Neustrelitzer Kulturrats wäre das eine angemessene Würdigung von Opfern des nationalsozialistischen Terrors, wie er auch in Neustrelitz in den 1930er und 1940er Jahren gewütet hat, und hätte so einen unmittelbaren Bezug zu Neustrelitz. „Gerade in dieser Zeit des sich wieder verstärkenden Rassismus und der Ausgrenzung von Minderheiten stände es unserer Stadt gut an, die Erinnerung an die deportierten Sinti-Kinder wachzuhalten“, so die Vorstandsmitglieder Dr. Marcus Doering, Oliver Hahn und Horst Conradt in einer gemeinsamen Erklärung.
Am Sonntag, den 4. Juni, lädt die charismatische Kammerfrau Hagedorn um 10.30 Uhr zu einem stadthistorischen Spaziergang durch Neustrelitz ein. Sie erzählt, welche prominenten Gäste den Strelitzer Hof besuchten und welche Künstler, Wissenschaftler, Ärzte oder Baumeister am Hof wirkten. Die Teilnehmer*innen erfahren auch, welche Persönlichkeiten in Neustrelitz geboren wurden oder starben und wer den Namen der Residenzstadt in die Welt hinaustrug. Hinter der Kammerfrau verbirgt sich die Strelitz-Kennerin Sandra Lembke, die wie keine andere die Geschichten und Personen am Strelitzer Hof kennt.
Alexander Graf Stenbock-Fermor.Foto: Sascha’s Welt
In einer Veranstaltung zum 90. Jahrestag der nationalsozialistischen Bücherverbrennung von 1933 erinnert der Hans-Fallada-Klub am 11. Mai an einen Mann, dessen Biografie mit der Geschichte der Stadt Neustrelitz verbunden ist. Alexander Graf Stenbock-Fermor (1902-1972) war 1945 für kurze Zeit Oberbürgermeister von Neustrelitz, wo er zuvor einige Zeit seines bewegten und rätselhaften Lebens verbracht hatte. Auch seine Bücher brannten 1933 auf den Scheiterhaufen der Nazis.
Stenbock-Fermor, zunächst Freiwilliger der Baltischen Landwehr, war 1920 nach Deutschland emigriert. Durch sein Ingenieurstudium mit Bergarbeitern im Ruhrgebiet in Verbindung gelangt, wandelte er sich zum Kommunisten. Ab 1929 betätigte er sich als freier Schriftsteller, Filmautor und Verfasser von Hörspielen und wurde Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Als Drehbuchautor wirkte er mit an Filmen wie „Der schweigende Stern“ oder „Mord ohne Sühne“ über den Strelitzer Justizskandal um den zum Tode verurteilten polnischen Landarbeiter Josef Jakubowski.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Mecklenburg lebend, wurde Stenbock-Fermor Ende 1945 für kurze Zeit als Oberbürgermeister von Neustrelitz eingesetzt. In einem Gespräch wollen Künstlerin Cornelia Kestner und Historiker Marco Zabel seinem Leben und Wirken nachspüren. Das Gespräch am 11. Mai im Kulturquartier beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.