Christoph Haker (links) und Steven Giermann bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Foto: KSB MSE
Die Baukonzept Neubrandenburg GmbH und der Kreissportbund Mecklenburgische Seenplatte (KSB MSE) haben heute eine Kooperationsvereinbarung verabschiedet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, das Ehrenamt im Sport gezielt zu stärken und gesellschaftlich besonders relevantes Engagement sichtbar zu machen. Mit der Partnerschaft rücken beide Akteure künftig enger zusammen und setzen ein klares Zeichen für die nachhaltige Förderung des Ehrenamtes in der Region.
Umweltminister Dr. Till Backhaus zeigt sich hocherfreut über den Abschluss von Vereinbarungen zum Campingplatz in Prerow, mit der eine einheitliche Betreibung des Platzes in der Saison 2025 durch die Firma Camper´s Friend ermöglicht wird.
„Für mich war es immer wichtig, dass die Camper, die Gewerbetreibenden und nicht zuletzt die Gemeinde Born unter unseren rechtlichen Streitigkeiten mit der Regenbogen AG nicht leiden (Strelitzius berichtete). Deswegen habe ich, gemeinsam mit der Gemeinde Born, die Initiative ergriffen, als die Saison 2025 wegen ständiger Verzögerungen auf der Kippe stand und alle Beteiligten kurzfristig an einen Tisch geholt. Es ist uns damit gelungen, den Betrieb bis zum Herbst der Saison 2025 abzusichern. Bis dahin müssten die noch laufenden gerichtlichen Verfahren abgeschlossen werden können damit wir Klarheit für die Zukunft haben.“
Die kürzlich geschlossene Vereinbarung zwischen der Grundschule Süd Neubrandenburg sowie dem Sportgymnasium ist ein wichtiger, kreativer und nach vorne gerichteter Impuls für den Kinder- und Jugendsport der Stadt Neubrandenburg. Das hat Steven Giermann, Vorsitzender des Ausschusses für Generationen, Bildung und Sport der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, in einer Pressemitteilung unterstrichen. „Um den Vorbildcharakter des Projektes zu würdigen, habe ich die Schulleiter Jörg Borchert und Judith Ewald in den Sportausschuss am 27. September eingeladen, damit Details und Hintergründe sowie Ziele erläutert werden können. Ich freue mich, dass beide Ihre Teilnahme direkt bestätigt haben.“
„Insbesondere vor dem Hintergrund eines Neubaus der Grundschule Süd scheint mir ein gesundheitliches und bewegungsorientiertes Schulprofil der Grundschule sinnvoll. Denn klar ist: Mit dem Schulneubau erhält die Stadt wohl mittelfristig die letzte Chance, eine große, für den Sport erlebbare Turnhalle mit entsprechender Zuschauerkapazität, sprich eine Neubrandenburger Strelitzhalle, zu bauen. Hier müssen wir gemeinsam kämpfen: Schule, Politik und Verwaltung“, so Steven Giermann.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg hat gemeinsam mit der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern und dem RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. eine Kooperationsvereinbarung zur Gedenkarbeit auf dem Areal des KZ-Gedenkortes „Waldbau“ geschlossen. Am heutigen Montag unterzeichneten Kerstin Ofiara, kommissarische Forstamtsleiterin in Neubrandenburg, Christian Utpatel vom RAA MV e.V. und Oberbürgermeister Silvio Witt die Vereinbarung. Sie regelt die künftige Nutzung des Grundstücks hinsichtlich der Gedenkarbeit und ist mit der heutigen Unterzeichnung in Kraft getreten.
Hintergrund
Bei dem KZ-Gedenkort „Waldbau“ handelt es sich um den zweiten, 1944 bis 1945 existierenden Standort des ehemaligen, 1943 errichteten KZ-Außenlagers Neubrandenburg, der dem Konzentrationslager Ravensbrück zugeordnet war. Der Standort befindet sich unmittelbar südlich der Stadtgrenzen in Richtung Berlin in einem Waldstück nahe der heutigen Bundesstraße 96.
Der Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers Neubrandenburg, dessen Fundamente und Ausmaße auch heute noch sichtbar sind, soll als Gedenkort gepflegt und erhalten werden, um an die Geschichte und an das Leid der Menschen zu erinnern, die dort gefangen gehalten wurden, Zwangsarbeit verrichten mussten, gelitten haben und gestorben sind. Auf Grundlage der Vereinbarung soll die Erinnerung an diese Menschen gepflegt werden und für die Gegenwart und Zukunft mahnen.
Die Vertragsparteien haben mit der Unterzeichnung ausdrücklich Bezug auf den Schwur der Insassinnen des KZ-Außenlagers Neubrandenburg aus dem „Neubrandenburger Manifest“ genommen. Dieser lautet wie folgt: „Wir wünschen, daß unsere Kinder als höchstes Gut das freie Menschenleben ansehen möchten, daß das Recht auf Leben, das Recht auf die persönliche Würde und auf die Freiheit nie verletzt werden kann. Soziale Gleichheit und Gerechtigkeit sollen im Zusammenleben der Völker alle Tendenzen der Vorherrschaft ersetzen.“
Aufgrund seiner Geschichte ist das Areal als Gedenkort einzigartig – die Gedenkarbeit kann daher nur an diesem Ort stattfinden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Führungen und pädagogische Arbeit soll künftig auf die Geschichte des KZ-Außenlagers Neubrandenburg und dessen Standort „Waldbau“ dauerhaft aufmerksam gemacht werden.