Am 25. Juni startet das 26. Fusion-Festival auf dem Flugplatz in Lärz. Zu der vom „Kulturkosmos e.V.“ organisierten Veranstaltung werden an den Festival-Tagen bis Sonntag (29. Juni) mehr als 70.000 Besucher erwartet. Die Polizeiinspektion Neubrandenburg führt mit eigenen und unterstützenden Kräften aus verschiedenen Dienststellen der Landespolizei MV anlässlich der Veranstaltung einen Großeinsatz durch. Die Bundespolizeiinspektion Stralsund führt mit ihren Einsatzkräften und Unterstützungskräften den polizeilichen Einsatz in der Ankunft und Abfahrt von Bahnreisenden durch.
Sind zufrieden mit dem Ergebnis: Hieronymus Köpp und Lutz Arndt von der STRABAG, Frank Rahn, Henry Tesch, Thomas Reggentin und Christian Voigt vom Sachgebiet Bauen und Objektverwaltung (von links) bei der offiziellen Inbetriebnahme der Straße.
„Es ist die größte Einzelinvestition der Stadt Mirow, ohne dass hier auf Fördergelder zurückgegriffen wurde“, sagt Kämmerer Andreas Franz anlässlich der Fertigstellung der Verbindungsstraße zwischen Fleether Mühle und Fleeth, die vergangene Woche übergeben wurde. „Insgesamt hat die Stadt Mirow hiermit aus Eigenmitteln 450.000 € eingesetzt und verbaut.“
„Es ist in der Regel nicht üblich und es herrscht auch Konsens in der Stadtvertretung darüber, dass wir grundsätzlich mit Fördermitteln bauen, zumal bei Investitionen, die sich fast auf eine halbe Million Euro belaufen. Auf der anderen Seite herrscht seit 2018 auch Konsens darüber in der Stadtvertretung, diese Straße zu bauen. Letztendlich wurde mehrheitlich entschieden 450.000 € aus dem Stadthaushalt zu nehmen und diese Straße eigenständig zu errichten und zu finanzieren“, sagt Bürgermeister Henry Tesch.
„Hintergrund ist natürlich“, so Bauamtsleiter Thomas Reggentin, „dass hier über Jahre die Stadt immer wieder in der Lage war, die Eigenanteile darzustellen, was ja auch nicht jede Kommune kann, die Förderzusagen aber immer wieder hinausgeschoben wurden.“ „Am Ende haben wir sogar angeboten unseren städtischen Eigenanteil zu erhöhen“, ergänzt Henry Tesch.
Die Stadt Neustrelitz hat die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Vorschläge für einen Straßennamen zu unterbreiten, der einerseits Opfern des Naziregimes gedenkt und andererseits einen Bezug zu Neustrelitz haben soll. Der Vorstand des Neustrelitzer Kulturrat e.V. hat sich mit der Frage beschäftigt und hat der Neustrelitzer Stadtvertretung vorgeschlagen, der Straße den Namen „Rose-Wagner-Groß-Straße“ zu geben. Die Begründung dafür bezieht sich auf Archiv-Untersuchungen mehrerer Historiker für die es als erwiesen gilt, dass die fünf Kinder Fritz Wagner (4 Jahre alt), Paul Wagner (7 Jahre alt), Max Groß (9 Jahre alt), Alex Rose (10 Jahre alt) und Franz Rose (13 Jahre alt) vom katholischen Kindergarten in Neustrelitz zum Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau abtransportiert und dort ermordet wurden.
Nach Ansicht des Neustrelitzer Kulturrats wäre das eine angemessene Würdigung von Opfern des nationalsozialistischen Terrors, wie er auch in Neustrelitz in den 1930er und 1940er Jahren gewütet hat, und hätte so einen unmittelbaren Bezug zu Neustrelitz. „Gerade in dieser Zeit des sich wieder verstärkenden Rassismus und der Ausgrenzung von Minderheiten stände es unserer Stadt gut an, die Erinnerung an die deportierten Sinti-Kinder wachzuhalten“, so die Vorstandsmitglieder Dr. Marcus Doering, Oliver Hahn und Horst Conradt in einer gemeinsamen Erklärung.