Die Stadtwerke Neustrelitz haben gute Nachrichten für das Jahr 2026. Genau wie im vergangenen Jahr, sinken zum 1. Januar die Strom- und Gaspreise. Eine Kilowattstunde Strom (Grundpreis) kostet mit Beginn des nächsten Jahres 1,49 Cent/kWh netto weniger. Bei einem Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 2.500 kWh pro Jahr entspricht dies einer Entlastung von derzeit etwa 44 Euro. Niedrigere Einkaufskosten und rückläufige Netzentgelte (-0,28 Cent/kWh) wirken sich positiv auf den Preis aus. „Eine Ersparnis, die wir gern an unsere Kunden weitergeben“, heißt es in einer Mitteilung von heute.
Blick auf ein Umspannwerk der Neubrandenburger Stadtwerke. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
neu.sw senkt die Preise für Strom, Gas und Fernwärme zum Jahresbeginn 2026 erneut. In den kommenden Tagen und Wochen erhalten Kundinnen und Kunden die entsprechenden Informationen per Post. Grund für die Senkungen sind insbesondere die gefallenen Einkaufspreise am Energiemarkt. Die entsprechenden Auswirkungen sind separat im Anhang dargestellt. Darüber hinaus bleiben die Trinkwasserpreise im kommenden Jahr stabil.
Bei den Strompreisen wäre die Senkung noch deutlicher ausgefallen, wären nicht einzelne staatliche Umlagen gestiegen. Bei den Erdgaspreisen wirken sich die erhöhten CO2-Kosten dämpfend auf die Preissenkung aus. Den Wegfall der Gasspeicherumlage ab dem 01.01.2026 haben wir für unsere Kundinnen und Kunden bereits berücksichtigt.
In Mirow hat sich im Ergebnis einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung am vergangenen Montag im Gesundheitshaus eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, die sich gegen die Ausweisung von zwei Windenergie-Vorranggebieten (Nr. 95 und 96) am Stadtrand durch den Regionalen Planungsverband stemmt (Strelitzius berichtete). Die BI will im Anhörungszeitraum bis zum 12. Dezember von den Bürgern so viele Stellungnahmen wie möglich gegen die Planungen einsammeln.
Als „in der Summe unglaublich“ hat der Amtsvorsteher der Mecklenburgischen Kleinseenplatte und Bürgermeister von Mirow, Henry Tesch, die anhängende Antwort auf einen Offenen Brief an den Regionalen Planungsverband bezeichnet. Darin hatten Tesch und seine Amtskollegen in Wesenberg, Wustrow und Priepert moniert, dass der Verband keine Informationsveranstaltung zum Stand der Windkraftanlagen-Planung in der Kleinseenplatte vorsieht (Strelitzius berichtete).
Er frage sich, so Tesch mir gegenüber, welches Verständnis der unterzeichnende Leiter der Geschäftsstelle des Planungsverbandes, Peter Seifert, von Demokratie besitze bzw., ob dessen Auffassung durch die Mitglieder des Verbandes gedeckt ist.
Die Ortsverbände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Neustrelitz und Neubrandenburg veranstalten am 28. Oktober um 17 Uhr im Leea in Neustrelitz eine Informationsveranstaltung zum Thema „PV-Dachanlagen & Balkonkraftwerke“. Die Veranstaltung bietet Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen über die Möglichkeiten der dezentralen Energieversorgung durch Solaranlagen. Die Ortsverbände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Neustrelitz und Neubrandenburg sehen in dieser Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Energiewende auf lokaler Ebene.
Stadtwerke-Geschäftsführer Vincent Kokert (Zweiter von links) mit den Experten von Siemens im neuen Übergabeschalthaus. Fotos. Stadtwerke Neustrelitz
Die Stadtwerke Neustrelitz haben ein neues Herzstück der Netzversorgung geschaffen. In der Nähe des Krankenhauses an der Bundesstraße 193 wurde heute das neue Übergabeschalthaus symbolisch in Betrieb genommen. Mit dabei Experten der Siemens AG, die modernste Technik verbaut haben.
„Rund fünf Millionen Euro haben die Neustrelitzer Stadtwerke investiert, um den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Vincent Kokert. Thomas Schneider, Abteilungsleiter Netzbetrieb Strom/Fernwärme begründet die Investition: „Durch den weiteren Zubau von Wärmepumpen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur ist der Strombedarf auch in Neustrelitz gestiegen.“
Als Grundversorger sind die Stadtwerke Neustrelitz verpflichtet, für ein stabiles Netz zu sorgen und entsprechend vorausschauend zu investieren.
Bereits 2022 haben die Planungen mit dem Vorversorger e.dis begonnen. Inzwischen entstand das neue Schalthaus rund vier Kilometer vom Umspannwerk der e.dis entfernt. Leitungen wurden verlegt, damit der Strom in den Neustrelitzer Haushalten landen kann. Im Sommer wurde die Siemens-Technik verbaut, die im Kern aus einer modernen, gasisolierten Mittelspannungs-Schaltanlage vom Typ NXPLUS C 24 mit insgesamt 22 Schaltfeldern besteht.
Umweltfreundliches Isoliermedium
Frank Haacker, Leiter der Siemens-Niederlassung Rostock, erläutert: „Das Besondere der von uns gelieferten Anlage: Als Isoliermedium wird ´Clean Air´ verwendet – ein umweltfreundliches Gasgemisch, das ganz ohne SF₆ oder andere fluorierte Gase auskommt und damit den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entspricht. Die Stadtwerke nehmen hier in der gesamten Region bei der klimafreundlichen Modernisierung der Energienetze eine Vorreiterrolle ein.“
Die Anlage ist darüber hinaus mit intelligenter Schutztechnik von Siemens ausgestattet, die bei Störungen blitzschnell reagiert und betroffene Bereiche innerhalb von Millisekunden abschaltet. So werden größere Schäden und lange Ausfallzeiten vermieden. Die Technik ist zudem flexibel und kann bei Bedarf erweitert werden. Über eine sogenannte Fernwirkanlage ist das neue Schalthaus direkt mit der Netzleitstelle der Stadtwerke Neustrelitz verbunden – für eine sichere Überwachung und Steuerung von dort.
Mehr als das Dreifache an Strom zur Verfügung
Die Größenordnung der Investition lässt sich anhand eines Beispiels veranschaulichen: Zu derzeitigen Spitzenzeiten – das ist in der Regel der erste Weihnachtfeiertag – werden 11 MWh Strom von den Neustrelitzer Haushalten, Unternehmen etc. gezogen. Mit der Erweiterung steht mehr als das Dreifache an Strom zur Verfügung.
Mit dieser Investition haben die Stadtwerke für die Zukunft vorgebaut und Reserven geschaffen. „Reserven, die unter anderem zur Verfügung stehen, wenn beispielsweise der Transformationsplan umgesetzt wird“, verweist Vincent Kokert. Mit diesem Plan zeigen die Stadtwerke einen Weg auf, wie das Neustrelitzer Wärmenetz bis spätestens 2045 Treibhausneutralität erreicht. Strom dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen, um beispielsweise Wärmepumpen für Tiefengeothermie zu betreiben. Aber auch Neustrelitzer Unternehmen haben höhere Bedarfe angemeldet, und weitere Schnellladesäulen sind seitens der Stadtwerke geplant. Anfragen von Drittfirmen zum Bau von Photovoltaikanlagen müssen ebenfalls bedient werden.
neu.sw Geschäftsführer Ingo Meyer, Buderus-Verkaufsleiter Uwe Stange, die Leiterin des Sparkassen-Immobiliencenters Astrid Schendel, Buderus-Niederlassungsleiter Dennis Eisen sowie nb-haustechnik-Unternehmenschef Jan Böttcher (von links) besiegelten die Energiepartnerschaft. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) bündeln ihre Kräfte mit dem regionalen Handwerksunternehmen nb-haustechnik und einem der führenden Heiztechnik-Hersteller – Buderus – und gehen damit einen wichtigen Schritt in Richtung regionaler Klimaneutralität. Ziel der neuen Energiepartnerschaft ist es, Hauseigentümerinnen und -eigentümern im Raum Neubrandenburg vernetzte, effiziente und klimafreundliche Energielösungen aus einer Hand anzubieten.
Die vier Bürgermeister der Mecklenburgischen Kleinseenplatte haben sich in einem Offenen Brief an den Regionalen Planungsverband verärgert darüber geäußert, dass es im Rahmen der Beteiligung zum Entwurf der Teilfortschreibung zu Windenergiegebieten nur zwei öffentliche Informationsveranstaltungen in Penzlin und in Altentreptow geben soll, bei denen der Planentwurf vorgestellt wird und es im Anschluss die Möglichkeit für die Einwohner zu Fragen gibt. „Sie werden sicherlich verstehen, bei allem Respekt, dass wir uns damit mehr als verschaukelt vorkommen oder, um um Bild zu bleiben, durch das Windrad geschreddert“, heißt es in dem Schreiben.
Die Bürgerinitiative „Gegenwind Gemeinde Galenbeck“ hat sich in der zurückliegenden Woche offiziell gegründet. Anlass war eine Infoveranstaltung von Entertrag und Enerparc, die bis zu 14 Windkraftanlagen und Solarfelder zwischen Sandhagen, Kotelow und Lübbersdorf planen.
In Neubrandenburg ist am Morgen kurzzeitig der Strom ausgefallen. Die Versorgung war um 7.41 Uhr für knapp eine Minute unterbrochen. Betroffen waren große Teile der Stadt Neubrandenburg. Der Grund sei eher ungewöhnlich gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. Beim vorgelagerten Netzbetreiber e.dis sei es versehentlich zu einer Fehlschaltung gekommen. Dadurch sei die Stromeinspeisung in einem Umspannwerk teilweise ausgeschaltet gewesen.