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Bürgerinitiative, Friedland, Galenbeck, Mecklenburgische Seenplatte, Windkraft

Die Bürgerinitiative „Gegenwind Gemeinde Galenbeck“ hat sich in der zurückliegenden Woche offiziell gegründet. Anlass war eine Infoveranstaltung von Entertrag und Enerparc, die bis zu 14 Windkraftanlagen und Solarfelder zwischen Sandhagen, Kotelow und Lübbersdorf planen.
Nach Angaben der Bürgerinitiative ist die Fläche 195 ha groß, und die Windräder werden bis zu 250 m hoch in den Himmel ragen. Die beplanten Acherfläche befinde sich vor den Naturschutzgebieten Putzarer- und Galenbecker See. Die Zugvögel rasteten auf dieser Fläche regelmäßig. Zudem gebe es hier Rotmilane, die von den Windkraftanlagen gefährdet werden.
Auch befürchten die Bürger negative Einflüsse auf die Gesundheit durch Infraschall und Abrieb der Rotorblätter. Experten gehen zudem von einem Wertverlust bei älteren Immobilien im ländlichen Raum von 23 % aus, wenn Windräder im Umkreis von 1000 Metern dort errichtet werden, so die Bürgerinitiative. Eine Homepage mit weiteren Informationen wurde bereits erstellt: www.gegenwind-gemeinde-galenbeck.de
Einwohnerversammlung geplant
Der geplante Windpark betreffe die Bürger der Gemeinde Galenbeck und die der Stadt Friedland gleichermaßen. Nach Angaben von Thomas Herrholz (Bürgermeister Gemeinde Galenbeck) soll es am 14. Oktober im Volkshaus Friedland eine Einwohnerversammlung der Gemeinde Galenbeck geben, informiert die Initiative.
Nach ihren Angaben haben sich im Frühjahr 2024 noch alle Gemeindevertreter (bis auf Thomas Herrholz) gegen Windkraft in der Gemeinde Galenbeck ausgesprochen. sprachen. Der neue Bürgermeister, Thomas Herrholz, habe das Thema Windkraft wieder neu in die Sitzung der Gemeindevertretung hineingetragen und mit dem Regionalen Planungsverband MSE bereits Rücksprache gehalten. Aktuell prüfe das Amt Friedland die Befangenheit von mehreren Gemeindevertretern der Gemeinde Galenbeck in dieser Sache.
Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 25. September hat die BI ein Schreiben an alle Gemeindevertreter übergeben, in dem an diese appelliert wird, die Interessen der BI zu teilen und Seite an Seite mit dieser sich für die Wahrung der kommunalen Planungshoheit einzusetzen. Am 27. September haben vier Mitglieder der BI die 350. Mahnwache des Vereins „Freie Friedländer Wiese“ in Ferdinandshof tatkräftig unterstützt.