Schlagwörter
Alte Kachelofenfabrik, Ausstellung, Finissage, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz
Die Finissage zur Ausstellung „8 min“ mit Werken von Sebastian Maiwind und Ramona Seyfarth (Strelitzius berichtete) findet am kommenden Sonntag, 27. August, um 17 Uhr, in der Fabrik.Galerie für gegenwärtige Kunst in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz statt. Acht Minuten benötigen die Fäden des ewigen Lichtes mit einer Geschwindigkeit von mehr als einer Milliarde km/h, um von der Sonne aus auf die Erde zu treffen. Ein Geflecht aus Sonnenstrahlen, die sich bündeln lassen und zerstreuen. Licht, das zersplittert zu Farben, reflektiert auf den Wellen des Meeres, das die Erdoberfläche beleuchtet und wärmt. Lichtstrahlen, gebündelt zu Fotografie, Mensch, Welt, Land und Meer belichtend. Zeilen gewebt und geknotet zu Text. Wort für Wort verwoben im Textil. Und immer geht es ums Ganze – dem Dunkel Zeit abzuringen und zu entfliehen, der Zukunft nicht mit Endlichkeit, sondern mit klugem Rat zu begegnen.
Zur Finissage gibt es eine Lesung von Susanne Bliemel, eine Kunstaktion mit Ramona Seyfarth und ein Künstlergespräch über die Zeit, Licht, Schatten, Götter und die Welt.
Susanne Bliemel, geboren 1968 in Schwerin, studierte Germanistik und Slawistik in Güstrow, Odessa und Greifswald. Sie arbeitete 25 Jahre als begeisterte Sprach- und Literaturlehrerin, insbesondere für das Niederdeutsche. Sie war Beauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Niederdeutsch und Heimat und sammelte vielfältige Erfahrungen in der Bildungs- und Kulturpolitik. Sie lebt heute als freiberufliche Autorin, Übersetzerin, Sprach- und Kulturvermittlerin in Mecklenburg und moderiert seit 2001 im NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern den plattdüütschen Radiotalk „De Plappermœhl“. Für ihr vielfältiges Engagement für die niederdeutsche Sprache wurde ihr 2020 der Fritz-Reuter-Preis der Carl-Toepfer-Stiftung Hamburg verliehen.
