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Karl-Heinz Wegner mit Henry Tesch (rechts) sowie den beiden Vorständen Frank Thederan (links) und Manfred Frank an seinem Lieblingsort in der Werkstatt. Foto: Stadt Mirow

„Es gibt so unglaubliche Zeitgenossen, die seit 56 Jahren ihrem Verein treu sind und in diesem wiederum unverzichtbar“, so Bürgermeister Henry Tesch bei der Ehrung von Karl-Heinz Wegner vom Ruderverein Blau-Weiß Mirow e.V. mit der Mirow-Münze November. „So viel Wissen, so viel Herz“, schwärmte der Bürgermeister weiter nach dem Rundgang mit Karl-Heinz Wegner über das Vereinsgelände.

Karl-Heinz Wegner ist seit 1966 Mitglied des Rudervereins. „Er hat die verschiedensten Funktionen und Aufgaben in all diesen Jahren erfüllt und inne gehabt“, so der Vorsitzende, Michael Kullack, voller Anerkennung. Karl-Heinz Wegner war als Trainer im Nachwuchssport des Leistungszentrums tätig. Er war Mitglied der technischen Kommission des Ruderverbandes. Darüber hinaus führte er über viele Jahre die Geschäfte des Rudervereins und war von 1996 bis 2010 selbst Vorsitzender des Rudervereins.

Aber richtig ins Schwärmen kommen alle im Verein und darüber hinaus, wenn es darum geht, dass Karl-Heinz Wegner seit Jahren den größten Teil seiner Freizeit dem Erhalt und der Rekonstruktion der vereinseigenen Ruderboote widmet. „Mit Ausdauer und handwerklichem Geschick schafft er es, aus alten, verschlissenen Booten, perfekt restaurierte Prachtstücke zu erschaffen, die die Augen eines jeden Ruderers leuchten lassen“, so Michael Kullack. Erst recht, wenn man bedenke, dass sich der Geehrte zunächst alles selbst beigebracht habe und jetzt eigentlich nicht zu toppen sei mit all seinem Wissen, seinem Können und seiner Erfahrung, so die beiden Vorstandsmitglieder Manfred Frank und Frank Thederan, dann wisse man, welchen Schatz Mirow mit Karl-Heinz Wegner habe.

Der wiederum wiegelt ab und sagt: „Ach, ich bin ganz froh und glücklich, wenn ich in meiner Werkstatt bin. Hier ist alles vorhanden, was ich brauche, und ich fühle mich wohl hier.“ Sollte er eines Tages in seiner Werkstatt mal aufhören, dann ist guter Rat teuer. Ihn zu ersetzen, werde schwer fallen, so der Tenor aller Anwesenden. Der 74jährige Karl wiederum schaut schelmisch drein und sagt: „Wenn mich meine Frau lässt, bin ich jeden Tag hier.“