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Sektfrühstück im Prieperter Feuerwehr- und Gemeindehaus.

Vizelandrat Thorsten Fritz hat heute in Priepert gemeinsam mit der Bauamtsleiterin des Landkreises Annette Böck-Friese die sanierte Kreisstraße nach Düsterförde übergeben. Im Beisein der baubetreuenden Mitarbeiter des Landkreises, Vertretern der bauausführenden Firma Strabag und zahlreichen Einwohnern wurde nach sechsmonatiger Bauzeit das symbolische Band feierlich von Thorsten Fritz und Bürgermeister Manfred Giesenberg durchschnitten.

Die Prieperter Singegruppe unter der Leitung von Ilse Horend hat aus Freude und Begeisterung ob der neuen Straße zwei Lieder gesungen. Anschließend wurde bei einem Sektfrühstück der freudige Anlass gefeiert. „Die Prieperter Einwohner haben die während der Bauzeit notwendigen Umwege geduldig in Kauf genommen. Lange haben sie auf die Sanierung gewartet und waren seinerzeit hocherfreut, dass die ehemalige Holperstraße bald Geschichte sein wird“, sagte mir der Brgermeister. „Lobenswert ist neben dem guten Ergebnis die optimale Kommunikation während der Bauzeit seitens des Landkreises mit der Gemeinde. So konnten die Einwohner jederzeit über die aktuellen Sperrungen und den Stand der Bauarbeiten informiert werden. Nun wünschen wir uns, dass die Strecke unfallfrei bleibt und alle Einwohner/innen und Besucher/innen immer wohlbehalten ihr Ziel erreichen.“

Die auf einer Länge von rund sechs Kilometern erneuerte Kreisstraße MSE 22 fungiert als Verbindung zwischen den Bundesstraßen B 96 und B 122, war jedoch in schlechtem baulichen Zustand, und wurde deshalb seit Mitte April in einer Breite von 5,50 Metern mit Asphalt befestigt. Die Breite stellt einen Kompromiss zwischen umweltfachlichen, wirtschaftlichen und verkehrsrechtlichen Aspekten dar: Um einerseits die Eingriffe in die angrenzenden Waldbereiche zu minimieren und gleichzeitig dem steigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wurde der Ausbau in einer Breite von 5,50 Metern mit beidseitigen, einen Metern breiten Banketten aus Schotterrasen realisiert.

Um die Eingriffe in Natur und Landschaft auszugleichen, wurde der Kompensationsbedarf aus einem anerkannten Waldkompensationspool der Landesforst M-V sowie der Erwerb von Ökopunkten aus einer Poolmaßnahme der Landesforst M-V vorgenommen. Die Baukosten einschließlich Baunebenkosten sowie umweltfachlichen Kompensationsmaßnahmen betragen ca. 1,7 Millionen Euro.

Die Kreisstraße erschließt in dieser strukturschwachen Region neben anliegenden Wohnsiedlungen auch touristische Erholungsziele sowie mehrere Einzelunternehmen, Gewerbebetriebe und land- bzw. forstwirtschaftliche Flächen. Die Verbesserung der Infrastruktur ist für die Lebens- und Wohnbedingungen im ländlichen Raum sowie für die zahlreichen Touristinnen und Touristen in dieser Region von großer Bedeutung.