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Foto: NDR

In Neubrandenburg auf dem Marktplatz haben am Donnerstagnachmittag ab 16 Uhr nach Polizeiangaben mehr als 2.500 besorgte Menschen unter dem Motto „Unser Veto für eine gerechte Politik – Alle Unternehmer der Region zeigen Gesicht“ demonstriert. Sie forderten in Verbindung mit einer anderen Energiepolitik von der Bundesregierung ein Ende der Sanktionen gegen Russland, keine weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine und sofortige Neuwahlen.

Zeitgleich fand im HKB ein Wirtschaftsempfang der IHK Neubrandenburg statt. Neben einer Vielzahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft, Handel, Verwaltung und Wissenschaft war MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig geladen, die eine Rede hielt. Darin sprach sie sich gegen die unter anderem von den Demonstranten geforderte Öffnung der Ostseepipeline Nordstream 2 aus und verurteilte die Aggression Russlands gegen die Ukraine.

Autokorso führt über den Ring

Ebenfalls um 16 Uhr versammelten sich ca. 350 Personen mit etwa 300 Fahrzeugen am Parkplatz der Stadthalle in Neubrandenburg, um eine weitere Demonstration in Form eines Autokorsos durchzuführen. Dieser setzte sich aus Transportern, Lkw, Pkw sowie Traktoren zusammen. Die Fahrzeuge starteten ihren Korso zur Unterstützung der Demonstranten auf dem Marktplatz von der Stadthalle über die Schwedenstraße und die Neustrelitzer Straße bis auf den Friedrich-Engels-Ring, den sie 2,5-mal umrundeten und der schließlich auf Höhe der Stargarder Straße endete.

Um diese Protestaktion störungsfrei verlaufen zu lassen, wurde der Friedrich-Engels-Ring für den übrigen Fahrzeugverkehr für ca. eine Stunde gesperrt. Beide Demonstrationen verliefen ohne Vorkommnisse. Zur Absicherung waren rund 120 Beamte der Polizeiinspektion Neubrandenburg und des Landesbereitschaftspolizeiamtes im Einsatz.

Proteste gegen die Politik der Bundesregierung gab es auch an vielen anderen Orten in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Informationen des NDR gingen rund 6000 Menschen auf die Straße.