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Schlüsselübergabe durch Manfred Giesenberg (Mitte) an die Vereinsvertreter Ilse Horend und Gerhard Gönner…

Priepert hat nach den Worten von Bürgermeister Manfred Giesenberg gestern einen historischen Tag erlebt: die Einweihung seines Dorfgemeinschaftshauses mit integrierter Feuerwehr (Strelitzius berichtete kurz). „In der jüngeren und wohl auch älteren Geschichte gab es kein Projekt in dieser Dimension, und wird es so schnell auch nicht wieder geben“, so das Gemeindeoberhaupt vor Einwohnern, Gästen und vor allem natürlich vielen Feuerwehrleuten der Kleinseenplatte, darunter Kreiswehrführer Enrico Kollhof und sein Amtsvorgänger Norbert Rieger.

…und an Wehrführer Gilbert Otto.

Ein neues Gebäude sei auch immer ein Zeichen für Aufbruch und Zukunft, sagte Giesenberg weiter. Aufbruch in eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen den Bürgern, Vereinen und der Feuerwehr. Das Haus sei auch Anerkennung der wichtigen Arbeit im Ehrenamt.

875.000 Euro hat das Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehr gekostet, 731.000 Euro davon stammen aus Fördertöpfen. Dass das Geld aus Schwerin fließen konnte, ist vor allem dem ehemaligen Innenminister Lorenz Caffier und dem früheren CDU-Landtagsabgeordneten Vincent Kokert zu danken. Kokert, besonders herzlich begrüßter Gast bei der Einweihung, bekannte, dass es eine der schwierigsten Operationen gewesen sei, an denen er beteiligt war. Feuerwehr und Gemeinde unter ein Dach zu bringen, habe die Bürokraten in der Landeshauptstadt schlichtweg überfordert. Mehr als einmal habe das Vorhaben vor dem Aus gestanden. Nun sei etwas ganz Besonderes entstanden für eine auch ganz besondere Dorfgemeinschaft, in der Zusammenhalt ganz oben an stehe. „Schön, dass es euch gibt“, so Kokert an die Versammelten.

Zu den Gratulanten gehörten Vincent Kokert, der sich extra in Schale geworfen hatte, und Junior Valentin Kokert.

Für Heiterkeit sorgte die Geschichte, wonach in Schwerin ausgerechnet worden war, dass die Gesamtfläche des Hauses für die Kameraden einen halben Quadratmeter von der Vorschrift abweicht. „Wir hatten kurz erwogen, einen unserer Feuerwehrleute zum zwischenzeitlichen Austritt aus der Feuerwehr zu bewegen, damit die Zahlen stimmen, und ihn nach Fertigstellung des Hauses weder aufzunehmen“, merkte der Bürgermeister an. Er würdigte die unermüdliche und termingerechte Arbeit am Projekt im Amt Kleinseenplatte, der Firma Baukonzept und der ausgewählten Baubetriebe. „Ein Glücksfall“, fasste Manfred Giesenberg zusammen. Ein besonderes Dankeschön für seine Mitwirkung erhielten Prieperts Wehrführer Gilbert Otto und die Gemeindevertretung, die durch ihre Zustimmung den Bau erst möglich gemacht habe.

Auch Kreiswehrführer Enrico Kollhof war nach Priepert gekommen.

„Nun liegt es an euch“, wandte sich Giesenberg abschließend an seine Mitbürger. „Wir konnten ur diese wunderschöne Hülle planen und bauen lassen. Mit Leben, Liebe und Ideen müsst Ihr das Haus füllen. Nehmt es in Beschlag, macht euch breit, trefft euch und nutzt es als Begegnungsstätte. Es ist eurer Haus.“

Nach der Schlüsselübergabe an Feuerwehr und Vereinsvertreter spendete der Wesenberger Pastor Konrad Kloss dem Haus und jedem einzelnen Mitglied der Prieperter Feuerwehr Gottes Segen. An der Besichtigung der Vorzeigeadresse nahmen auch der Amtsvorsteher und Wustrower Bürgermeister Heiko Kruse, sein Wesenberger Amtskollege Steffen Rißmann und die CDU-Landtagskandidatin Andrea Apmann teil. Strelitzius bedankt sich beim Drohnenpiloten Kenny Lippert von Z3 Event Wittstock für das Videomaterial. Die Firma unterstützt die Gemeinde auch immer beim Havelfest.

Gottes Segen spendete Pastor Konrad Kloss.
Viele Gäste waren zur Einweihung gekommen: von links Vincent Kokert, Heiko Kruse und Steffen Rißmann.
Ein großer Tag für die Prieperter Feuerwehr.