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In den frühen Abendstunden des gestrigen Montag ereigneten sich im Stadtgebiet von Neubrandenburg zwei Körperverletzungsdelikte. Die verantwortlichen Tatverdächtigen wurden durch Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg und dank des couragierten Einsatzes von Zeugen ermittelt.

In einem Fall kam es in einem Neubrandenburger Einkaufszentrum in der Südstadt gegen 17.30 Uhr zu einer Auseinandersetzung, bei welcher unter anderem ein einschreitender Zeuge leicht verletzt wurde. Nach bisherigem Ermittlungstand wurde eine 14-jährige Jugendliche nach einem Streitgespräch vor dem Einkaufszentrum von ihrem Ex-Freund verfolgt. Sie flüchtete daraufhin hilfesuchend in ein naheliegendes Geschäft. Im Eingangsbereich des Marktes stürzte die Jugendliche. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes kam daraufhin der Jugendlichen zur Hilfe und wurde dabei selbst von dem Verfolger überwältigt. Dieser griff in der weiteren Folge die Jugendliche tätlich an und verletzte sie leicht in Gesichts- und Bauchgegend. Bis zum Eintreffen der Beamten gelang es zwei Kunden des Marktes, den Beschuldigten festzuhalten, der seine Ex-Freundin weiter verbal bedrohte.

Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zog sich eine leicht Knie- und Fingerverletzung zu. Die 14-jährige Geschädigte wurde im Anschluss an ihre Eltern übergeben. Eine sofortige medizinische Behandlung war zunächst nicht notwendig. Gegen den 17-jährigen Beschuldigten ermittelt nun das Kriminalkommissariat Neubrandenburg wegen der Bedrohung und der Körperverletzungen zum Nachteil der Jugendlichen und des einschreitenden Zeugen. Vom Geschäftsführer des betroffenen Marktes erhielt der Beschuldigte zudem ein Hausverbot.

Ein weiteres Körperverletzungsdelikt ereignete sich gegen 18.30 Uhr in der Südbahnstraße in Neubrandenburg zum Nachteil von zwei Jugendlichen. Ein 13-jähriges beteiligtes Mädchen verständigte den Notruf der Polizei, da eine männliche Person zwei ihrer jugendlichen Begleiter (beide 15 Jahre alt) von einer Bank schubste und in der weiteren Folge versuchte, diese zu schlagen. Die Jugendlichen konnten sich selbstständig aus der Gefahr retten und blieben unverletzt.

Nachdem der Angreifer sich von der Personengruppe entfernte hatte, belästigte er weitere Passanten auf verbale Weise. Den eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg gelang es dank einer guten Personenbeschreibung, den Tatverdächtigen im Nahbereich zu stellen. Dieser verhielt sich während der polizeilichen Maßnahmen weiterhin unkooperativ und aggressiv. Als die Beamten den Beschuldigten in das Polizeihauptrevier bringen wollten, leistete er zudem aktiven Widerstand. Ein durchgeführter Atemalkoholtest beim Beschuldigten ergab einen Wert von 1,75 Promille. Der Abend endete für den 31-Jährigen im polizeilichen Gewahrsam.

Das Kriminalkommissariat Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen versuchter Körperverletzung zum Nachteil der Jugendlichen und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Alle in beiden Fällen genannten Personen besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.