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Teilnehmer am landesweiten CSD-Planungstreffen via Skype aus Neustrelitz, Neubrandenburg, Wismar, Greifswald und Berlin.

Aufgrund der Corona-Pandemie fallen dieses Jahr in vielen Städten weltweit die Demonstrationen anlässlich des Christopher-Street-Days aus. Der Verein Queer-Strelitz hält jedoch an seinem CSD fest, auch wenn er dieses Jahr ohne Abschlussfest durchgeführt werden muss. Am 22. August soll eine Demonstration unter dem Motto „Offensichtl*ICH queer“ in Neustrelitz stattfinden. „Mit dem Motto stellen wir den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt und möchten für mehr Sichtbarkeit von homo-, bi- und transsexuellen Menschen eintreten“, macht Vorstandsmitglied Christian Arnold Krüger deutlich.

Neben der Demonstration ist außerdem in der Zeit vom 15. bis zum 21. August eine CSD-Woche gemeinsam mit dem Neubrandenburger Verein queerNB geplant. Als Auftakt wird mit dem Hissen der Regenbogenflagge in beiden Städten ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz gesetzt. Zudem finden Gesprächsrunden, Kinovorstellungen mit Publikumsgespräch, ein Gottesdienst und ein Fuß- und Beach-Volleyball-Turnier statt. In Neubrandenburg wird sogar eine Lesung im Lokalradio übertragen. Außerdem geht der Verein Queer-Strelitz wieder in Neustrelitzer Schulen und in das Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Neustrelitz, um über die Akzeptanz gegenüber homo-, bi- und transsexuellen Menschen zu reden.

„Auch heute noch haben Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Angst, sich offen vor ihren Mitmenschen und Familien zu zeigen“, sagt Krüger. Ziel der Aktionswoche mit einem abwechslungsreichen Programm in den beiden Städten sei es, die Menschen in der Region über vielfältige Lebensweisen zu informieren und queeren Menschen die Gewissheit zu geben, nicht allein zu sein, so Krüger weiter.

Über die erschwerten Bedingungen in Zeiten von Corona haben die Vereine viel diskutiert. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“ sagt Julia Loest, Vorstandsvorsitzende von Queer-Strelitz, „allerdings ist es sehr wichtig, Sichtbarkeit zu zeigen.“ Die Veranstaltung werde sich an die im August geltenden Infektionsschutzvorgaben halten. „Alle Organisator*innen sind sich ihrer Verantwortung vollends bewusst“, versichert Loest. Sie fügt an, dass der CSD wegen bürokratischer Hürden dieses Jahr fast nicht hätte stattfinden können, wenn das Kunsthaus Neustrelitz dem Verein Queer-Strelitz nicht so selbstverständlich und unkompliziert unter die Arme gegriffen hätte.

Beide queere Vereine in Neustrelitz und Neubrandenburg weisen darauf hin, dass neue Mitglieder und Interessierte stets herzlich willkommen sind. Weiterführende und aktuelle Informationen zum Programm der CSD-Woche und zur CSD-Demonstration gibt es auf den Facebook- und Web-Seiten der Vereine.

Queer-Strelitz: www.fb.com/csdneustrelitz

Queer-NB: www.queernb.de/csd