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Eine Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeihauptreviers Waren ist heute gegen 13.30 Uhr in Penzlin auf einen Motorradfahrer aufmerksam geworden, da an dem Motorrad keine Spiegel vorhanden waren und der Mann beim Abbiegen nicht blinkte.

Der Fahrer des Motorrades ignorierte die Anhaltezeichen der Polizei und flüchtete durch die Stadt. Hinter dem Ortsausgang Penzlin in Richtung Neubrandenburg fuhr der Motorradfahrer von der B 192 nach links auf einen unweit der Fahrbahn parallel verlaufenden Rad- und Gehweg. Dort fuhr er mit hoher Geschwindigkeit weiter in Richtung Wulkenzin. Er gefährdete mehrere Radfahrer und Fußgänger, die dort unterwegs waren und ausweichen mussten. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

In Wulkenzin fuhr der Motorradfahrer bis auf Höhe der dortigen Tennishalle und anschließend weiter über ein Feld, um wieder auf die Bundesstraße zu fahren. Die Funkstreifenbesatzung erkannte das Vorhaben und stoppte den Funkwagen auf Höhe des Ortsausganges Wulkenzin auf der B 192. Dabei fuhr der Motorradfahrer in den Polizeiwagen und stürzte. Der 51-Jährige aus der Region Penzlin, wurde durch den Sturz nicht verletzt und auch die Beamten blieben bei dem Einsatz unverletzt. Am Funkstreifenwagen entstand ein Schaden von 5000 Euro, während das Krad kaum Beschädigungen aufwies.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme stellte sich dann auch der Grund der Flucht heraus. Das Motorrad vom Typ Yamaha des Mannes war nicht zugelassen, hatte falsche Kennzeichen und der Beschuldigte selbst hatte keine Fahrerlaubnis. Eine Alkoholisierung wurde nicht festgestellt.

Die Ermittlungen gegen den 51-jährigen wurden unter anderem wegen Urkundenfälschung, Verstoßes gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde das Motorrad beschlagnahmt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte vor Ort entlassen.