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Am gestrigen Nachmittag ist in der Neubrandenburger Oststadt eine Vermisstensuche nach einem dreijährigen Jungen gut ausgegangen, da eine Passantin schnell gehandelt und dem Knaben so wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Sie übergab das Kind, das zunächst unbemerkt die elterliche Wohnung in der Pawlowstraße verlassen hatte, gegen 17.15 Uhr seinem Vater.

Vater und Sohn sind anschließend mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht worden. Der Gesundheitszustand des Dreijährigen war aber so gut, dass er schon nach kurzer ärztlicher Überprüfung das Klinikum wieder verlassen konnte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Junge etwa 600 Meter bis zum Ihlenpool gegangen. Nach Rücksprache mit der Mutter wurde klar, dass er diesen Weg von gemeinsamen Ausflügen mit den Eltern kannte. Warum der Junge dann in den Ihlenpool gegangen ist, ist derzeit nicht bekannt. Die noch unbekannte Frau hat geistesgegenwärtig reagiert und ist ebenfalls in den Ihlenpool gegangen, um den Jungen zu retten. Sie hat dem Jungen ihre Jacke umgelegt, um ihn zu wärmen, und den Rettungswagen angefordert.

Zu diesem Zeitpunkt waren keine Polizeibeamten am Ihlenpool. Aus diesem Grund hat die Polizei auch keine Personalien der Lebensretterin. Für den Vater ging das alles so schnell, dass er sich zwar bedankt hat, aber nicht nach dem Namen der Frau gefragt hat. Für ihn stand die Rettung und Versorgung seines Sohnes verständlicherweise im Vordergrund.

Die Polizei möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Passantin bedanken! Auch die jungen Eltern möchten sich noch einmal bei der Retterin bedanken. „Bitte melden Sie sich zu Bürozeiten in der Pressestelle der Polizeiinspektion Neubrandenburg unter 0395- 55825007, damit wir den Kontakt zu den Eltern herstellen können“, heißt es.