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Die Seewalder Eltern-Schüler-Band „See-Brass“. Foto: Dorf Seewalde GmbH

An der von Strelitzius regelmäßig mit Berichten zur Rheinsberger Kulturszene beschriebenen länderübergreifenden kulturellen Vernetzung wirkt auch die Waldorfschule Seewalde fleißig mit. Dabei liegt bisher der Schwerpunkt im musikalischen Bereich. Nachdem die „See-Brass“ der Waldorfschule als Vorband zwischenzeitlich schon zum Standardprogramm des Rheinsberger Folk-Festivals gehört (Strelitzius berichtete), ist die Schule jetzt auch Mitglied des KiJuMu geworden. Diese klangfrohe Abkürzung steht für den Kinder- und Jugend-Musik Förderverein Rheinsberg e.V., der sich auf verschiendensten musikalischen Feldern in unserer südlichen Brandenburger Nachbargemeinde engagiert.

Aber auch zu Hause in der Seenplatte ist der Schule die Vernetzung und gegenseitige Förderung der verschiedensten Kulturträger ein Anliegen – und sie hofft dabei ausdrücklich auf weitere Nachahmer: So ist die Schule ebenfalls bereits Mitglied im Förderverein Landestheater Mecklenburg, und Beitrittserklärungen für den Förderverein der Musikschule Kon.centus und die Strelitzer Musikfreunde sind in der Post.

Kulturelle Vielfalt wesentlicher Faktor

Abgesehen vom eigenen kulturellen Interesse und der großen Bedeutung der musikalischen Möglichkeiten für die Entwicklung der Kinder, sind diese Aktiviäten auch davon geprägt – wie mir der Geschäftsführer der Dorf Seewalde GmbH Thomas Gädeke verriet -,  „dass die erstaunliche kulturelle Vielfalt mit eigenem Dreispartentheater und Musikschule in Neustrelitz ein ganz wesentlicher Faktor für den nötigen Fachkräftezuzug in die Region ist.“  Gemeinsam mit vielfältigem Bildungsangebot an Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft sowie medizinischer Infrastruktur mit lokalem Klinikum etc. sieht Gädeke die  Strelitzer Region diesbezüglich gut aufgestellt. Immer wieder, so beschreibt mein Blogfreund Gädeke seine Erfahrung, äußern sich großstadtmüde Bewerber überrascht über diese infrakstruturelle Vielfalt, die oft den Schritt aus bestversorgtem städtischem Umfeld letztlich zu gehen hilft. Diese Vielfalt gelte es aus eigener Initiative mit zu fördern und zu erhalten!

„Wenn nun auch noch ein normaler Telefonanschluss möglich wäre und die seit Jahren bereitliegenden Fördergelder für die digitale Infrastruktur endlich als Kabel in den Boden kämen, wäre es hier fast vollkommen“, fasst Gädeke mit einem Augenzwinkern zusammen.