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Einer geht noch, haben sich die Holde und meine Wenigkeit gestern gesagt. Das müssen sich viele andere Mitmenschen auch am Sonnabend vor dem vierten Advent gedacht haben, die ihre Schritte zum Useriner Weihnachtsmarkt lenkten. Wir gehörten kurz nach 15 Uhr zu den ersten Besuchern und konnten das Warmup der Macher beobachten, bevor die nach dem kollektiven Startschluck in die diversen Buden flitzten. „Alles dorfgemacht“, wurde das Markttreiben beworben, und uns hat es Spaß gemacht. Keine 30 Minuten waren vergangen, und der Useriner Festplatz war knüppeldickevoll.

Irgendwie hat das Dorf für unsereins ja eine strategisch günstige Lage. Wir haben neben Bekannten aus Userin, Groß Quassow und Zwenzow auch welche aus Neustrelitz und dem heimatlichen Wesenberg getroffen. Apfelpunsch, angeschossener Glühwein, Thüringer Bratwurst und knobihaltige Champignon-Kräuterpfanne haben gemundet, beim Flammkuchen war die Sättigung leider schon erreicht, und auch das Wildschwein vom Spieß konnte von uns aus vorgenanntem Grund leider nicht mehr verkostet werden. Übrigens gab es auch noch ganz ausgefallene Weihnachtsdeko-Kunsthandwerkteile, aber wir haben ja nur das eine Haus. Weshalb wir auch der Tombola ausgewichen sind.

Als wir nach zwei Stunden den Rückzug antraten, nicht, ohne noch den singenden Weihnachtsmann erlebt und beim Stand der Strelitzer Feldbogengilde zugeschaut zu haben, strömten die Besucher immer noch in die Gegenrichtung. Wer weiß, wen wir alles verpasst haben. Für uns war es eine Premiere, und Fakt ist, der Useriner Weihnachtsmarkt ist ab sofort ins alljährliche Adventsprogramm aufgenommen.

Bürgermeister Axel Malonek sprach gegenüber Strelitzius von einem „großartigen Erlebnis, das die Vereine und Bürger den Besuchern beschert haben. Ich bin voll des Lobes. Da können sich andere eine Scheibe abschneiden, der Markt erreicht inzwischen seine Kapazitätsgrenze. Alles individuell, selbstgemacht, nichts übergestülpt.“