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Der PSV, hier im Angriff, verschaffte sich in Gransee schnell Respekt.
Dirk Heß kann auf seine Jungs stolz sein.

Die Drittliga-Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben dem Zweitligisten SV Lindow-Gransee in Gransee ein packendes DVV-Pokalqualifikationsspiel geliefert und sind beim 1:3 (23:25, 17:25, 25:13 und 25:27) nur knapp am fünften und entscheidenden Satz vorbeigeschrammt. Gut 200 Fans der Truppe von Coach Dirk Heß waren im Sonderbus und mit Privatfahrzeugen ins Brandenburgische gereist und haben ihre Mannschaft frenetisch unterstützt.

Starke Blockarbeit des PSV.

Großartig, wie sich unser Team nach dem 0:2-Satzrückstand ins Match zurückgekämpft hat. Das Zünglein an der Waage dürfte der zweite Schiedsrichter gewesen sein, der ausgangs des 4. Satzes wegen einer Lappalie für eine Rote Karte gegen Dirk Heß sorgte, die mit Punktabzug und Aufschlagwechsel einherging, nachdem der Hauptschiedsrichter bereits zu Gunsten der Neustrelitzer entschieden hatte. Die Sensation war greifbar nah, ein Klassenunterschied höchstens in Nuancen zu erkennen.

Zuspieler Cordian Daniluk wurde geehrt.

Das sah auch der Coach so, mit dem ich in der Halle gesprochen habe. „Meine Männer haben toll gekämpft. Es ist schade, dass wir solche harten Gegner wie Lindow-Gransee nicht bei uns in der Liga haben. So fehlte uns in ein, zwei Schwächephasen einfach die Routine, um sie zu überstehen.“ Am Vorabend hatten die PSV Volleyballer ihr Punktspiel beim TSV Spandau mühelos mit 3:0 (25:13,25:21, 25:14) über die Runden gebracht.

Dirk Heß hatte noch ein riesiges Kompliment für die mitgereisten Fans übrig. „Meinen größten Respekt für unsere Anhänger. Sie haben es mit ihrer unglaublichen Unterstützung geschafft, dass der Heimvorteil unseres Gegners neutralisiert wurde.“ Als bester Spieler des PSV wurde Zuspieler Cordian Daniluk geehrt.

25-Jährige lenkt zum ersten Mal großen Bus über Land

Strelitzius möchte bei aller Begeisterung über den Auftritt des PSV in Gransee auch noch eine Anerkennung für Michelle Wessel loswerden. Die 25-jährige Mitarbeiterin von Braasch Reisen Neustrelitz, sonst bei PSV-Heimspielen in der Strelitzhalle hinter der Bar anzutreffen, hat heute den Fanbus gelenkt. Es war ihre erste Auswärtstour mit einem großen Bus, und es war der sympathischen jungen Frau trotz der außergewöhnlichen Geräuschkulisse keine Minute anzumerken. Ich habe in der ersten Reihe gesessen und kann das beurteilen. Hoffentlich liest das ihr Chef! Ein Lob auch für „Reiseleiter“ Max Odebrecht von der 2. Mannschaft des PSV, der war ohnehin eine Klasse für sich.

Der PSV kann sich nun wieder voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Am kommenden Sonnabend um 18.30 Uhr empfangen die Neustrelitzer als souveräner Tabellenführer der 3. Liga Nord die Preußen aus Berlin.

Die mitgereisten Fans hielt es nicht auf den Sitzen.