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Priepert kommt ins Museum, genauer geschrieben ins Staatliche Museum Schwerin. Wie mir Prieperts Bürgermeister Manfred Giesenberg mitgeteilt hat, ist seine Gemeinde bei einer Online-Befragung auserkoren worden, mit herkömmlichen Meinungen aufzuräumen und eine neue Sicht auf den ländlichen Raum zu vermitteln.

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Bürgerwissenschaftsprojektes „Landinventur“ ist es, die Dörfer zurück auf die Landkarte zu bringen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort sollen Forschung, Politik und Planung die aktuelle Situation auf den Dörfern im Bezug auf Leben, Ernten, Wirtschaft und Engagement erhalten. Diese arbeiten nämlich zum Teil mit groben und veralteten Statistiken. Gemeinsam mit vielen Dorfbotschaftern soll das geändert werden und eine Neuvermessung des ländlichen Raumes in Mecklenburg-Vorpommern erfolgen.

„Wir sehen dies als große Chance aufzuzeigen, dass es im ländlichen Raum etwas gibt, was sich bisher, entgegen weit verbreiteter Meinung, der wissenschaftlichen Wahrnehmung entzogen hat. Mittlerweile ziehen wieder mehr Menschen aufs Land, während das Wachstum in den Großstädten hauptsächlich auf Zuzug aus dem Ausland basiert“, so Bürgermeister Giesenberg. Gerade erst hätten wieder Zuzugswillige auf der Suche nach einem Grundstück bei ihm angeklopft, die einfach nur weg wollen aus der Großstadt.

Priepert freue sich auf einen Workshop am 19. September in Berlin, bei dem mit Wissenschaftlern, Medienvertretern, Planern und Politikern über das Landleben diskutiert wird. „Dabei wollen wir die gängigen Klischees widerlegen und das Landleben differenzierter darstellen.“ Die Ergebnisse werden dann im Staatlichen Museum in Schwerin ausgestellt.