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Fotos: queer NB

Seit gestern wehen am Neubrandenburger Bahnhof Regenbogenflaggen. Oberbürgermeister Silvio Witt hat die Fahnen gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins queerNB gehisst. Die Fahnen wehen nicht ohne Grund in der Stadt. Am nächsten Sonnabend startet am Busbahnhof um 14 Uhr der Demonstrationszug zum Neubrandenburger Christopher Street Day (CSD), bei dem jeder unter dem Motto „Wir sind hier, wir sind queer“ dabei sein kann.

„In den letzten Jahren wurde viel für die Rechte von queeren Personen erreicht. Doch auf gesellschaftlicher Ebene gibt es weiterhin viel zu tun“, so Marcel Spittel, Vorsitzender des Vereins queer NB. So sind die über 60 CSD-Demonstrationen in Deutschland mit allein einer Million Teilnehmenden in Berlin, die größte Menschenrechtsbewegung der Republik.

Positiv hob Spittel die Unterstützung durch den Oberbürgermeister und die städtischen Gesellschaften Neuwoges und neu.sw hervor. Auf eine vergleichbare Unterstützungkonnten die Aktivist*innen in Neubrandenburgs polnischer Partnerstadt Koszalin bei ihrem ersten CSD im April dieses Jahres nicht setzen. „Mit dem Hissen der Regenbogenflagge setzen wir heute einen Startpunkt für die folgende CSD-Woche. Gleichzeitig wollen wir damit auch einen Startpunkt setzen, in den kommenden Jahren weitere CSDs in Neubrandenburg zu veranstalten.“

Witt würdigte das ehrenamtliche Engagement der queeren Aktivist*innen. Bevor es an die Flaggenmasten ging, wurde Witt noch etwas emotional: „Ich freue mich und bin auch ein bisschen aufgeregt , die Flagge zu hissen. Denn ich weiß natürlich, dass es die eine oder andere Frage geben wird. Ich freue mich jedochdarauf, mich diesen Fragen im Rahmen der CSD-Woche stellen zu können.“

In den Jahren 2001bis 2004 hisste bereits Stadtpräsidentin Dolores Brunzendorf gemeinsam mit André Sandmann von der INITIATIVE ROSA-LILA die Regenbogenflagge am Rondell vor dem Rathaus. Mit Silvio Witt zog nun erstmals ein Neubrandenburger Oberbürgermeister die Flagge hoch.