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Maciej Liskiewicz (23) steigt hier mit tatkräftiger Hilfe von Kapitän Kevin Riechert am höchsten, sein Kopfball verfehlt aber das Gehäuse.

Mit Ach und Krach haben die Oberligisten der TSG Neustrelitz ein 2:1 (1:0) über die Runden gerettet und sich im heimischen Parkstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 drei weitere Punkte gesichert. In der 83. Minute wurde ein Treffer der Brandenburger vom gut leitenden Schiedsrichter Christoph Beblik aus Berlin zum Glück nicht anerkannt. Kurz darauf trafen die Gäste auch noch das Aluminium.

Kaum vom Keeper zu sehen: „Dieter“ macht per Kopf das 2:0, rechts neben ihm Kevin Riechert.

60 Minuten lang hatten die von ihren Fans mit einem Konfetti-Regen begrüßten Gastgeber wie die sicheren Sieger ausgesehen, aber es gelang ihnen nicht, den Sack zuzumachen. Das 1:0 hatte Djibril N’Diaye in der 25. Minuter erzielt. „Dieter“, wie ihn die Fans liebevoll getauft haben, profitierte im Nachgang von einem von Nick Stövesand sehenswert volley an die Latte gehämmerten Ball, den der Keeper der Brandenburger nicht unter Kontrolle bringen konnte. Bereits in der 49. Minute verwertete „Dieter“ eine Ecke tief gebückt per Kopf zum 2:0.

Hat sich sehr gut im Parkstadion eingeführt: Nick Stövesand.

Nun erst begannen die Gäste Fußball zu spielen, während die Neustrelitzer einbrachen. In der 65. Minute landete ein Freistoß zum Anschlusstreffer im Dreiangel des TSG-Kastens, Keeper Pavel Petkov ohne Chance. Der Neustrelitzer Schlussmann hatte sich dafür in der ersten Halbzeit durch zwei Glanzparaden ausgezeichnet, darunter in einer 1:1-Situation. Es hätte also schlimmer kommen können. In der zweiten Hälfte rettete dann noch das Aluminium die TSG.

Den Riesen des Tages hatte vor 400 Zuschauern der eingewechselte Pascal Schölzke auf dem Fuß. Unmittelbar nach dem 2:1 hatte er den gegnerischen Torhüter überwunden, konnte sich die Ecke im Gehäuse aussuchen, und schoss einen auf die Torlinie geeilten Brandenburger an. Aufatmen, als auch die vier Minuten Nachspielzeit überstanden waren.

Filip Luksik ist ins Mittelfeld vorgerückt, sorgt für mehr Druck nach vorn, hatte heute aber auch eine vergebene Chance auf dem Konto.

„Wir haben 60 Minuten lang super gespielt, darauf können wir aufbauen“, sagte mir Coach Tomasz Grzegorczyk nach der Partie. „“Wir hätten die Partie viel früher entscheiden müssen“, spielte er auf die vergebenen Chancen seiner Jungs an. Und die Brandenburger hätten eben auch gute Leute in ihren Reihen.

TSG-Sprecher Stephan Neubauer fand es unerklärlich, dass unsere Mannschaft „plötzlich so in die Knie gegangen ist. Das gilt es aufzuarbeiten.“ Auf der anderen Seite hätten die Gäste sofort Oberwasser gewonnen. „Es ist ja eine Binsenweisheit, aber ein Spiel dauert nun mal mindestens 90 Minuten.“

Die TSG Neustrelitz liegt nach zwei Spieltagen punktgleich hinter Tennis Borussia und Hansa Rostock II auf dem dritten Tabellenrang. Am kommenden Sonnabend müssen die Neustrelitzer bei Blau Weiß 1890 Berlin (5.) antreten.

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