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An Keeper Felix Junghan, der hier getröstet wird, hat es nicht gelegen, dass die TSG Neustrelitz als Verlierer vom Platz gegangen ist.

Schwarzer Sonntag im Neustrelitzer Parkstadion: Durch ein Tor von Maciej Ropiejko per Kopf nach Freistoß von der rechten Seite verliert die TSG Neustrelitz in der Nachspielzeit ihr Heimspiel gegen den Torgelower Greif mit 0:1 (0:0) und rutscht auf den achten Tabellenplatz ab. Die Greif-Elf rangiert jetzt vor den Neustrelitzern. Zum Glück hat TSG-Verfolger Charlottenburg bei Hansa II eine 1:7-Packung bekommen.

Torjäger Djibril N’Diaye (7) hat heute vergeblich auf den ultimativen Pass gewartet.

TSG-Coach Tomasz Grzegorczyk: „Wir sind selbst schuld!“ In der 38. Minute hatte Nils Röth nach einer Tätlichkeit Gelb-Rot gesehen. Röth war provoziert und selbst gestoßen worden. Er hätte einfach cleverer reagieren müssen. Das tat sein Kontrahent und ließ sich theatralisch fallen. Besonders bitter: Nur eine Minute früher hatte Felix Junghan unter dem Jubel seiner Teamkollegen und der rund 400 Zuschauer einen Foulelfmeter pariert und seine Mannschaft damit im Spiel gehalten. Kurz zuvor hatte der glänzend aufgelegte Schlussmann schon einen Torgelower Freistoß aus dem Dreiangel gefischt.

Vergebliches Anrennen: In der zweiten Hälfte war Georgaki Tsipi gekommen.

Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit blieb die TSG über große Abschnitte des Spiels feldüberlegen. Klare Chancen waren allerdings Mangelware, sieht man mal von der 10. Minute ab, als Bartosz Flis aus Nahdistanz einen Schuss rechts neben den Pfosten semmelte. Am langen Eck hatte auch noch Djibril N’Diaye freigestanden. Grzegorczyk brachte in der 73. Minute mit Axel Togbe sogar noch einen zweiten Stürmer. „Wir haben zu zehnt den besseren Fußball gespielt und waren gefährlicher. Jetzt müssen wir wieder punkten, wollen wir uns nicht ganz unten in der Tabelle wiederfinden“, sagte mir der enttäuschte Trainer.

Das wird schwer genug, wie Trainerlegende Joachim Kittendorf im Gespräch mit Strelitzius einschätzte. Der Wesenberger Fußballrentner verweist auf die nächsten Ansetzungen. Am kommenden Freitag müssen die Residenzstadtkicker beim Tabellendritten Greifswalder FC antreten, danach geht es zur Zweiten von Hansa Rostock an die Ostsee. „Für mich war das ein klares 0:0-Spiel“, so Kittendorf. Die Torgelower wären mit einem Punkt zufrieden gewesen, haben nach der Roten Karte nichts unternommen, um mehr mit nach Hause zu nehmen. Für beide Teams trifft zu, dass ein Spielgestalter im Mittelfeld fehlt. Die TSG muss aufpassen, dass sie jetzt nicht in einen Abwärtsstrudel gerät. Es wird gefährlich.“

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