Mit Kumpels um die Häuser ziehen, in Clubs die Nächte durchtanzen
oder jetzt in der Adventszeit über die Weihnachtsmärkte des Landes
schlendern: Für viele Jugendliche und Erwachsene gehören Bier, Cocktails
oder Glühwein auch dazu. Und am Ende mit dem Auto oder Rad nach Hause?
Auf keinen Fall! Das Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“
steht im Monat Dezember in den Zuständigkeitsbereichen der
Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock im Mittelpunkt der Kampagne
„Fahren.Ankommen.LEBEN!“.
Denn das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zählt zu den Hauptunfallursachen im Land. Im Präsidiumsbereich Neubrandenburg waren es im vergangenen Jahr 338 Alkoholunfälle, bei denen drei Menschen ihr Leben verloren haben und 55 schwer verletzt worden sind. 2018 waren es bisher 397 Unfälle unter Alkoholeinfluss mit vier Getöteten und 53 Schwerverletzten. Unter dem Einfluss von Drogen ist es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg 2017 zu 34 Verkehrsunfällen gekommen. Im Zuge dieser Unfälle hat es vier schwer verletzte Menschen gegeben.
Zu einer interkulturellen Weihnachtswerkstatt wird am kommenden Sonnabend, den 1. Dezember, von 11 bis 18.30 Uhr, ins Kunsthaus Neustrelitz eingeladen. Alle Kinder ab fünf Jahren sind mit Ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern eingeladen, einen ganzen Tag lang Weihnachten in aller Welt kennenzulernen, mitzumachen und gemeinsam zu verbringen.
Die Werkstatt startet um 11 Uhr mit dem Theaterstück „Hans im Glück“, gespielt von Stephan Rätsch. Danach geht es in Workshops (dünnhäutige Figuren aus Draht, kleine Geschichten filmen, Weihnachtskarten aus Tetra Packs, 3D-Objekte aus Müll), Vorleserunden und mit gemeinsamem Naschen den ganzen Tag weiter. Um 17 Uhr schließt die Werkstatt mit der Vorführung eines tollen Weihnachtsfilmes! Der Eintritt ist frei!
Der Eine Welt Laden Neustrelitz wird Produkte aus seinem Sortiment anbieten. Die Freunde des Buches vom Antiquariat im Hafenspeicher sind mit einem Bücherstand vertreten.
Der Schriftsteller Uwe Johnson und sein Verleger Siegfried Unseld.
Selten erreichen mich Ankündigungen, die so viel Lust auf eine Veranstaltung machen, wie in diesem Fall. In der Galerie des Feldberger Kulturvereins im Haus des Gastes hält die in der Feldberger Seenlandschaft lebende Künstlerin und frühere Lektorin Annelie Kaduk am morgigen Freitag, den 30. November, um 19 Uhr, einen Vortrag über den Mecklenburger Autor Uwe Johnson und dessen Verleger Siegfried Unseld unter dem Titel „Des Verlegers liebster Autor – Siegfried Unseld – Uwe Johnson“.
Auch wenn der Schriftsteller Uwe Johnson (1934 -1984) mit der DDR, die er 1959 verließ, haderte, blieb die Lebenswelt seiner mecklenburgischen Heimat im Fokus seines Schreibens. Vor allem wurde er durch seine Romane „Mutmaßungen über Jakob“ und „Jahrestage“ (vier Bände) bekannt. Er gilt als der „Dichter der beiden Deutschlands“, der die Situation des geteilten Deutschlands in der Zeit des Kalten Krieges am tiefgreifendsten erfasst hat.
Mitglied der Gruppe 47 und mit Preisen geehrt
Zu Uwe Johnsons engerem Freundes- und Bekanntenkreis zählten u.a. Max Frisch, Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser, Günter Grass, Ingeborg Bachmann und andere mehr. Er gehörte mit zur Gruppe 47, wurde vom deutschen Feuilleton (u.a. Marcel Reich-Ranicki, Fritz Raddatz) bedacht und von Verlegern (Feltrinelli/Italien, Wolff/USA) respektiert. Er erhielt Literaturpreise (u.a. Internationaler Verlegerpreis 1962, Georg-Büchner-Preis 1971) und wurde zum Gegenstand autobiografischer Betrachtungen (Bernd Neumann, Eberhard Fahlke). Mittlerweile werden herausragende Prosaautoren mit dem Uwe-Johnson-Literaturpreis ausgezeichnet, so Rolf Rothmann in diesem Jahr.
Dieser Erfolg und eine solche öffentliche Aufmerksamkeit sind ohne das den Schriftsteller begleitende Engagement seines Verlegers nicht zu denken. Siegfried Unseld (1924-2002) war für seine „Befähigung, mit den Autoren zu reden“ bekannt. Sein Suhrkamp Verlag gehört zu den renommierten deutschen Verlagen und versteht sich als Gral anspruchsvoller Literatur. Als Siegfried Unseld und Uwe Johnson sich kennenlernten, waren beide Neulinge in ihrer Branche: Der Schriftsteller veröffentliche sein Debüt, und für den Verleger und Lektor Siegfried Unseld war Uwe Johnson seine allererste Entdeckung. Ihre Männerfreundschaft war legendär, auch wenn sie mitunter bis an die Grenzen des Zumutbaren ging, weil des Verlegers liebster Autor ein in vielerlei Hinsicht schwieriger Fall war.
Seit 2008 hat der Verein mannaz Dasein erleben seinen Sitz in Leppin und betreibt ein Heilzentrum. Hier finden Seminare, Einzelberatungen und Meditationsabende statt.
Der 2. Adventsmarkt im Heilzentrum Leppin in der Gemeidne Lindetal findet am Sonntag, den 2. Dezember, von 11.30 bis 18 Uhr statt. Angeboten werden kleine und große selbstgemachte Dinge von kreativen Menschen aus dem Umfeld des Vereins und des Heilzentrums. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee und Kuchen, französischen Crèpes, Grillspezialitäten und Glühwein gesorgt.
Der Erlös geht an die Anstiftung zur Liebe, eine Treuhandstiftung mit Sitz in Leppin. Heilsame Räume zu schaffen, ist Anstoß und Ziel der Stiftung.