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Das Biomasseheizkraftwerk in Kiefernheide hat ausschließlich für unbelastetes Waldholz eine Betriebsgenehmigung.

Der Beitritt von Neustrelitz als Gesellschafter zur Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern GmbH (KKMV) ist vertagt worden. Die Beschlussvorlage ist von der gestrigen Tagesordnung der Stadtvertretung genommen worden, nachdem aus der Fraktion PuLS/FDP/Grüne in dieser Woche über die Lokalzeitung angeregt worden war, den Klärschlamm im Biomasseheizkraftwerk in Neustrelitz zu verbrennen. Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke hatte das im gleichen Artikel als wirtschaftlich und technologisch nicht durchführbar bezeichnet.

Immerhin hat es nun einen Untersuchungsauftrag des Hauptausschusses gegeben, wie Bürgermeister Andreas Grund vor den Abgeordneten sagte. „Ich möchte hier nur klarstellen, dass Sie diese Verwaltungsvorlage in unveränderter Form in der kompletten Beratungsfolge der nächsten Sitzung wiedersehen werden. Die Vorlage ist nur gestoppt worden, um Zeit für die von Ihnen gewünschte weitergehende Untersuchung zu haben.“ Er persönlich sehe keine weitere Variante für die Klärschlammbehandlung, so das Stadtoberhaupt.  „Meines Erachtens ist es nicht klug, problematische Abprodukte der Kläranlage von einem Stadtteil in einen anderen zu verfrachten. In der Kiefernheide haben wir ein umfangreiches Stadtumbau- und Stadtteil-Aufwertungsprogramm gefahren und Millionen Euro investiert. Gleiches haben unsere neuwo und auch die MWG getan, um die Attraktivität des wichtigsten Wohngebietes unserer Stadt auf hohem Niveau halten zu können.“

Gegenwärtig werde mit den Stadtwerken an einer Machbarkeitsstudie für ein „Grünes Gewerbegebiet“ geschrieben, das Biomasseheizkraftwerk stehe für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit und habe eine Betriebsgenehmigung ausschließlich für unbelastetes Waldholz. „Warum sollten wir also in das Thema Abfallwirtschaft einsteigen und eine aufwändige Änderungsgenehmigung für die Anlage anstreben?“, betonte Grund.

Die KKMV wurde von 15 abwasserbeseitigungspflichtigen Körperschaften gegründet (Strelitzius berichtete). Die Neubrandenburger Wasserbetriebe GmbH sind nachträglich aufgenommen werden, Neustrelitz könnte als 17. und letztmöglicher Gesellschafter beitreten. Die KKMV wurde mit dem Ziel aus der Taufe gehoben, den Klärschlamm der Gesellschafter in einer eigenen Verbrennungsanlage zu verwerten. Die Anlage soll 2021/2022 den Betrieb in Rostock aufnehmen.