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Lazarettfriedhof_Bundeswehr

Foto: Falko Gildhorn

Zu Ehren von 52 während des Zweiten Weltkrieges in Neubrandenburg verstorbener Soldaten sowie einer Krankenschwester, wurden 1997 auf dem ehemaligen Lazarettfriedhof (städtische Kriegsgräberanlage) der heutigen Tollensekaserne steinerne Kreuze und zwei Gedenktafeln aufgestellt. Zusätzlich wurde die wiederentdeckte Grabstelle mit einem Zaun umfasst.

In Vorbereitung auf den diesjährigen Volkstrauertag begann am Montag ein gemeinsamer Pflegeeinsatz der Stadt Neubrandenburg und der Bundeswehr. Dabei wurde unter anderem die Tor- und Zaunanlage vollständig saniert. Beinahe alle Pfähle mussten ersetzt werden. Ebenfalls erneuert wird ein großes Holzkreuz, welches den Friedhof zierte. Da dessen alter Betonsockel jedoch nicht weiter verwendet werden kann, gossen die Soldaten per Hand einen neuen. Aufgestellt wird das zirka 3,80 Meter hohe Kreuz voraussichtlich Mitte November.

Für die Kameraden der Tollensekaserne bedeutete die Sanierung der Ruhestätte nicht nur ehrenvolle Pflicht, sondern auch eine willkommene Abwechslung zum Stabsdienst. Nicht wenige von ihnen entdeckten in den vergangenen Tagen sogar verborgene handwerkliche Qualitäten, weiß der Projektbeauftragte der Bundeswehr, Oberstabsfeldwebel Carl Dreckschmidt, zu berichten. Denn wurden auch die benötigten Materialien von der Stadt geliefert, die Arbeitsleistungen für die Instandsetzung erbrachten die Soldaten der Bundeswehr. Ab 2019 hat die Bundeswehr den Lazarettfriedhof als Patenschaftsprojekt übernommen und leistet künftig Unterstützung bei der Pflege.