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Strelitzius Blog

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Strelitzius Blog

Tagesarchiv 7. Mai 2017

Grün gegen Weiß: Beim Gratin klärt sich die Spargelfrage

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Strelitzius in Kochen

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Essen, Leben

Der grüne Spargel hat es hierzulande unverdientermaßen nach wie vor schwer. Dieser Tage hatte ich einen Mittagsschwatz mit zwei Kolleginnen, die meinen Lobpreisungen mehr als skeptisch lauschten. Die hatten Spargel grün noch nie auf der Speisekarte. Deshalb ein Kompromissvorschlag: Das folgende Gericht hälftig mit grünem und mit weißem Stangengemüse zubereiten und vergleichen. Zu beachten ist nur, dass der Grünling mit acht Minuten Garzeit im Topf gut bedient ist, während sein weißer Verwandter schon eine Viertelstunde braucht. Ich habe natürlich nur ein Kilo Grünen genommen, ich bin Überzeugungstäter.

Spargel putzen, die holzigen Enden abschneiden und die Stange in mundgerechte Stücke teilen. Reichlich Salzwasser mit einem Teelöffel Zucker und einem Esslöffel Butter zum Kochen bringen und das Gemüse wie angegeben garen. Danach in ein Sieb abgießen.

Eine Zwiebel würfeln und in  einem halben Esslöffel Butter glasig schwitzen. Mit 100 Millilitern Weißwein ablöschen, noch mal 100 Milliliter Gemüsebrühe und 200 Milliliter Sahne zugeben. Schön einkochen lassen und die Soße mit etwas hellem Mondamin binden sowie salzen und pfeffern.

Unterdessen habe ich zwei rote Paprika und 250 Gamm Kochschinken in Streifen geschnitten sowie den Ofen auf 220 Grad hoch getrieben. Jetzt eine gefettete Auflaufform mit dem Spargel, dem Schinken und den Paprikastreifen befüllen, gut vermischen und mit der Zwiebelsauce übergießen. Oben drüber 200 Gramm Gouda streuen und ab in die Röhre.

Nach rund 20 Minuten ist das Gratin fertig, ein Schuss Worcestersauce und der Rest vom Wein im Glas passen gut dazu. Strelitzius ist gespannt, wie der Spargelvergleich ausfällt. Ich habe zum Auftakt der Stangensaison heißhungrig gleich mal ein grünes Bund durch den Dampfgarer gejagt und es mit brauner Butter statt eines Abendbrotes verschnabuliert. Manchmal braucht es nicht mehr. Guten Appetit!

Täter geständig: 29-Jährige bei Altentreptow tot aufgefunden

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Altentreptow, Kriminalität, Malchin, Mecklenburgische Seenplatte

Ein 48-jähriger Mann aus einem Dorf nördlich von Altentreptow hat am heutigen Sonntagvormittag gegenüber der Kripo gestanden,   eine 29-jährige Frau umgebracht zu haben. Kurz darauf wurde die Leiche am Ortsrand entdeckt.

Bereits am Sonnabend kurz vor Mitternacht hatte es einen Zeugenhinweis auf den 48-Jährigen gegeben, der in seinem Auto eine offenbar hilflose Person transportiert habe. Kurz darauf hatte sich auch die besorgte Mutter auf dem Polizeirevier in Malchin gemeldet, die ihre Tochter nicht mehr erreichen konnte. Gegen 2.45 Uhr war es dann zur Festnahme des Verdächtigen gekommen. Das Auto allerdings war leer.

Eine Großfahndung nach der Vermissten mit Polizeikräften aus der gesamten Seenplatte, darunter auch aus Neustrelitz, unter Einsatz von Fährten- und Rettungshunden hatte zunächst zu keinem Ergebnis geführt. Nach dem Geständnis dann die traurige Gewissheit. Das Verhältnis von Opfer und Täter sowie die genauen Tatumstände sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei wird bei Radlern der Region gleich zum Auftakt fündig

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Mecklenburgische Seenplatte, Verkehr

Zum Auftakt der Kontrollen von Radfahrern im Präsidiumsbereich Neubrandenburg der Polizei (Strelitzius berichtete) wurden neun Handyverstöße, drei Alkoholstraftaten, 78 Vorfahrt-/Vorrangverstöße, 14 Mängel an lichttechnischen Einrichtungen sowie 107 sonstige Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Die Kontrollen zum Thema „Radfahrer im Straßenverkehr“ werden noch den gesamten Monat Mai andauern. 121 Polizeibeamte waren an 55 Kontrollstellen in den drei Landkreisen im Einsatz.

Im Juni werden dann Alkohol und Drogen die Schwerpunkte der themenorientierten Verkehrskontrollen im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sein.

Miedzyzdroje überrascht mitten im Wald mit einer goldenen Tulpe

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Strelitzius in Hotellerie

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Schlagwörter

Gastronomie, Miedzyzdroje, Polen, Tourismus

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Das polnische Ostseebad Misdroy ist in den letzten Jahren fast unmerklich ein wenig in die Breite gegangen. Denn die Westerweiterung Richtung Swinemünde ist zwar unmittelbar an der Düne, aber mitten im Wald geschehen. Die Verlängerung der Uliza Gryfa Pomorskiego wie auch der Strandpromenade erschließt sich nur auf den zweiten Blick. Auch wir als regelmäßige Urlauber an der polnischen Ostsee brauchten erst Booking.com, um das vor fünf Jahren eröffnete „Golden Tulip“ zu entdecken. Wir haben uns im März in einem seiner Appartements ein paar Tage erholt, waren sehr positiv überrascht, und ich gebe den Tipp gern an meine Leser weiter.

Das „Golden Tulip“, Teil einer weltumspannenden Hotelkette, besteht aus mehreren modernen Häusern, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Damit kommt man im Fall des Falles trockenen Fußes von A nach B, wenn es zu den Mahlzeiten geht, ins Spa-Center oder abends noch auf einen Drink an die Bar. Während die hippen, aber behaglichen Wohneinheiten jeglichen Komfort bieten, zeigen sich die öffentlichen Räume der modernen Hotelanlage sehr puristisch. Vom Designerstuhl auf den von Betonplatten ummantelten Riesenkamin in der Lobby schauen – man muss es mögen. Auch der stylische Speisesaal lädt nicht unbedingt zum längeren Verweilen ein, belohnt aber mit schönem Ausblick auf die baumbesetzte Düne und lässt das Meer dahinter erahnen.

In der Vor- und der Nachsaison findet nur eine überschaubare Anzahl von Gästen ins „Golden Tulip“, die wohl auch mehr die außergewöhnlichen Appartements und Studios zu schätzen wissen. Die übrigens auch über Küchen verfügen. Und so haben wir unsere Absacker an der kleinen Hotelbar nur in der Gesellschaft zweier summender Kühlschränke genossen. Sauna- und Badebereich sind schön, aber eigentlich zu klein und leider auch sehr hellhörig.  Im Sommer, wenn hier ganz andere Buchungszahlen vorliegen, dürfte der Spa-Bereich ohnehin verwaisen, denn die Ostsee mit herrlichem Strand liegt ja wie erwähnt vor der Tür. Dann wird auch die einladende Terrasse vor dem Speisesaal genutzt.

Unglaubliche Preise Anfang März

Die Preise Anfang März waren einfach unglaublich. Wir haben das über 40 Quadratmeter große Studio mit langem Balkon, Küche, Bad mit Wanne und getrenntem Wohn- und Schlafbereich für sage und schreibe 38 Euro pro Nacht bekommen, und das nicht etwa pro Peron. Das inbegriffene Frühstück bot alles, was das Herz begehrt. Der Wunsch, so eine Ferienwohnung zu besitzen, war  groß und ließe sich mit dem nötigen Kleingeld gleich hier realisieren. Ein Teil der Appartements vorwiegend in den oberen Etagen ist einschließlich Anteilen am Hotel- und Restaurantgeschäft bereits verkauft. Wir wären Pi mal Daumen mit rund 120 000 Euro dabei gewesen.

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Für ein sehr gutes Drei-Gänge-Menü bei kostenlosen Softdrinks am Abend haben wir übrigens sensationelle zwölf Euro pro Person bezahlt. Und Parkkosten, die in der Höhe zu vernachlässigen gewesen wären, hatten wir gar keine. Bei so wenig Betrieb durften wir, freundliche Geste des Hauses, unser Auto direkt vor der Rezeption abstellen.

Miedzyzdroje außerhalb der Saison ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Außer der vom „Golden Tulip“ in 15 gemächlichen Wegminuten zu erreichenden Seebrücke und einigen größeren Häusern ist an der Promenade alles geschlossen. Dafür ist viel Ruhe zu bekommen, wo sich an Sommerwochenenden rund 100 000 Touristen tummeln. Die hübsche Kleinstadt dahinter hat ganzährig geöffnet und bietet rund um ihr Zentrum gleich ein halbes Dutzend sehr zu empfehlender Restaurants. Unsere Favoriten: die Taverne „Roza“ und das Restaurant „Suzanna“, liegen einander direkt gegenüber.

Noch mal zurück zur Ruhe und vor die Rezeption des „Golden Tulip“: Hier wurden wir bei Anreise am hellichten Tag von Wildschweinfrischlingen begrüßt, die nur ein Zaun an der Düne davon abhielt, mit einzuchecken. Natur pur, himmlisch!

 

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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