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Die Stadtverwaltung Neustrelitz hat heute unmittelbar auf meinen Beitrag zu den Gebühren im Stadtarchiv reagiert. Wie mir Rathaussprecherin Petra Ludewig mitteilte, habe sich in meine Darstellung eine kleine Unkorrektheit eingeschlichen. Danach seien die vom Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz kritisierten  Gebühren sehr wohl mehrheitlich von den Volksvertretern beschlossen worden, wenn auch mit dem Vorbehalt, sie bis zur Sommerpause der Stadtvertretung noch einmal zu überprüfen.

Ich habe mit meinem Korrespondenten Rücksprache gehalten, der an der Sitzung der Abgeordneten teilgenommen hatte und alles andere als begriffsstutzig ist. Er wiederum hat gleich doppelte Sorgfalt walten lassen und sicherheitshalber nach der intensiven und unübersichtlichen Diskussion Stadtvertreter befragt, die es dann offenbar auch nicht begriffen haben, wofür sie letztlich die Hand gehoben haben. Ich will ja hier keine Namen der Volksvertreter nennen, aber es handelt sich wahrlich um keine Ungeübten in der Stadtvertretung.

Immerhin besteht rein theoretisch auch noch die Möglichkeit, dass sich ein Fehler ins Protokoll geschlichen hat, auf welches sich Petra Ludewig beruft. Das wird ja erst auf der nächsten Stadtvertretersitzung im Plenum abgesegnet. Wobei sich die Protokollanten auf Tonaufzeichnungen stützen können. Da sind sie gegenüber dem verwirrten Bürger klar im Vorteil.

Die laut Verein weit und breit im Land einmalige Gebührensatzung tritt also zum 1. April in Kraft mit der Chance, bis zum Sommer mittels einer Änderungssatzung wieder Vergangenheit zu sein. Das dürfte jetzt stimmen, ohne Gewähr. Kulturgut Mecklenburg-Strelitz will in der kommenden Woche übrigens mit neuen Vorschlägen zur Archivnutzung an die Öffentlichkeit treten. Es gebe ja keinen Grund, nicht von anderen Städten zu lernen, hieß es.