Schlagwörter
Die Mecklenburg-Strelitzer leben, bezogen auf die Anzahl der Einwohner, im Vergleich zum Durchschnitt im gesamten Bundesland oder auch in Deutschland deutlich sicherer. Das weist die seit 25 Jahren rückläufige Kriminalitätsstatistik für unsere Region aus, wie der ehemalige Leitende Polizeidirektor Manfred Dachner gestern im Kulturquartier in Neustrelitz herausstellte. SPD-Landtagsmitglied Dachner war einer Einladung des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz zum Thementag „Gerichte, Justiz und Kriminalität in Mecklenburg-Strelitz“ gefolgt (Strelitzius berichtete).
Da der Leiter des Literaturmuseums Stavenhagen, Marco Zabel, als Referent zur Justizgeschichte kurzfristig abgesagt hatte, nahm sich Dachner die doppelte Zeit für sein Thema. „Es waren sehr interessante Ausführungen“, resümierte Vereinsvorsitzender Dr. Rajko Lippert. Dachner habe eingeräumt, dass lediglich die Zahl der Einbrüche zugenommen habe, seit es die A 20 in Richtung Osten gibt. Gleichwohl gebe es inzwischen keinen Anstieg mehr, allerdings auch kein Nachlassen.
Der Polizeidirektor a.D. äußerte sich auch zum Thema gefühlte Kriminalität. Er halte eine Aufstockung der Polizei in der Region nicht für zwingend erforderlich. Der Eindruck, es gebe deutlich mehr Straftaten, sei medienbedingt. „Man liest heute viel mehr und erfährt es auch schneller.“
Nach Dachner hatte Uwe Wrosch von der Jugendanstalt Neustrelitz gesprochen. Seinen Angaben zufolge ist auch die Zahl der Insassen in der Jugendanstalt Neustrelitz rückläufig.
