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Dieser hässliche Kasten am Wesenberger Siedlungsberg wird bald einem schmucken Gebäude mit Praxis und Wohnungen weichen.
Wesenberg wird eine weitere unansehnliche Ecke los. Die in der Woblitzstadt niedergelassene Physiotherapeutin Kathrin Stier hat im Quassower Weg am Siedlungsberg unmittelbar hinter dem Bahnübergang ein seit Jahren nicht mehr genutztes Grundstück gekauft. Das darauf befindliche gammlige Backsteingebäude soll abgerissen werden, wie mir die Zirtowerin verriet. Stattdessen wird an gleicher Stelle ein zweigeschossiges Gebäude errichtet, das unten ihre Physiotherapie aufnehmen soll und oben zwei Wohnungen bieten wird.
„Wir werden in den neuen Praxisräumen unseren Patienten wesentlich bessere Bedingungen bieten können“, sagte mir Kathrin Stier. Die Zeiten, wo Patientenliegen nur durch einen Vorhang voneinander getrennt sind, seien dann vorbei. Natürlich sei wieder an einen Turnraum gedacht. Kathrin Stier, die auch osteopathische Behandlungen anbietet, hat unlängst ein Studium der Kinderosteopathie abgeschlossen und will sich im neuen Haus unter anderem diesbezüglich stärker engagieren. Für das Grundstück spreche auch, dass es genügend Parkplätze biete. Sobald das Wetter mitspielt, soll es im kommenden Jahr losgehen. Die Bauzeit veranschlagt Kathrin Stier auf rund zwölf Monate.
Aktuell ist ja Kathrin Stier mit ihrer Physiotherapie noch in der Seniorenresidenz im Stadtteil Siedlung Am Hoben eingemietet. Erhebt sich mir die Frage, ob es die alten Leutchen jetzt nicht schlechter treffen, auch wenn die neue Adresse keine 500 Meter entfernt ist. „Die Bewohner der Residenz haben in unserem Patientenkreis all die Jahre so gut wie keine Rolle gespielt“, klärt mich Kathrin Stier auf. „Indem wir jetzt ein Stück an den Stadtkern heranrücken und trotzdem in der Siedlung bleiben, kommen wir unserem tatsächlichen Patientenstamm entgegen.“
Für mich habe ich noch notiert, dass ich künftig von der Massageliege aus keine weidenden Alpakas mehr sehen werde, die Attraktion hinter der Seniorenresidenz. Der Seeblick aber bleibt wohl erhalten. Und ist es nicht die Woblitz, dann der Zühlensee.