Schlagwörter
Geschichte, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Museum, Neustrelitz, Politik
Die Neustrelitzer Münzfreunde haben sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) für einen Wiederaufbau des Neustrelitzer Schlosses und die Unterbringung des Archäologischen Landesmuseums in seinen Räumen ausgesprochen. „Bisher wurden die vielfältigen Bemühungen des Schlossvereins und engagierter Bürger der Stadt um den Wiederaufbau mit der Begründung abgelehnt, es gebe kein tragfähiges Konzept für die Nutzung des Schlosses“, machen die Absender geltend. „Mit der Entscheidung, das Archäologische Landesmuseum im wiedererrichteten Residenzschloss Neustrelitz unterzubringen, wäre ein hervorragendes Konzept gegeben“, so die Münzfreunde.
Für den Vorschlag sprächen die zentrale Lage, die Eigentumsverhältnisse, der ausreichender Platz und die Nähe zu Berlin, die entsprechende Touristenströme garantiere. Auch würde eine Tradition wiederaufgenommen. Schließlich seien bis 1933 archäologische Zeugnisse in Neustrelitz gezeigt worden. „Es darf nicht wieder dazu kommen, dass wie zu DDR-Zeiten die ehemaligen Bezirksstädte Rostock, Schwerin und Neubrandenburg fast alles an sich ziehen, den mittleren Städten in Mecklenburg-Vorpommern automatisch das Wasser abgraben und ihnen gute Chancen für die Entwicklung verwehren“, so die Münzfreunde abschließend. Rostock war zuletzt als aussichtsreichster Kandidat für das Archäologische Landesmuseum benannt, Neustrelitz lediglich eine Außenstelle angeboten worden (Strelitzius berichtete).
