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Dicht an dicht saßen Schüler, Lehrer und Gäste heute Mittag bei der Projektvorstellung der Zwölftklässler. Foto: Bernd Lasdin

Eines wissen die Teilnehmer an der 10. International Summerschool zu Beginn des kommenden Schuljahres schon mit Sicherheit: Die Latte hängt hoch. Dafür haben ihre Vorgänger gesorgt, die heute in einem begeisternden Programm angerissen haben, in welche Projekte ihre Summerschool-Tage mündeten. Die Zwölftklässler waren die Akteure in der Aula und weckten bei den Elftklässlern jede Menge Lust auf die Jubiläums-Sommerschule nach den Sommerferien.

Auch eingeladene Gäste vom Kuratorium der Summerschool mit Präsidentin Prof. Sigrid Jacobeit an der Spitze sparten nicht mit Beifall während der Leistungsschau. „Danke, dass Ihr euch begeistert, kritisch und offen auf die Summerschool eingelassen habt“, sagte Schulleiter Henry Tesch am Ende. „Ich kann nur sagen: Wow!“

Die Sommerschule des vergangenen Jahres hatte im Zeichen von 25 Jahren Müritz-Nationalpark gestanden. Der Schulpartner hatte Exkursionen in das Schutzgebiet ermöglicht und etliche der Schüler zu ihren Arbeiten inspiriert. Unbedingt dazu beigetragen hatte seinerzeit auch Dr. Klaus Kufeld, Direktor des Ernst-Bloch-Zentrums Ludwigshafen, mit seiner Eröffnungsvorlesung „Die Natur sind wir! Über einen Nationalpark lässt sich prächtig philosophieren.“ Auch das übrige üppige Vorlesungsprogramm war weitgehend Natur und Umwelt gewidmet.

Essay geht unter die Haut

Mich hat sehr beeindruckt, mit welcher Vielfalt, mit welcher Kreativität und mit welcher Tiefe sich die Gymnasiasten die selbst gewählten Themen erschlossen haben. Da waren mit Musik unterlegte Fotos, ein unter die Haut gehendes Essay über die Liebe zur und den sorgsamen Umgang mit der Natur, ein fiktives Interview zum ehemaligen Truppenübungsplatz Granzin, ein Film über den Nationalpark im Jahr 2050. Es wurden ein eindrucksvolles Gemälde und eine Plastik zum Gegenüber von Mensch und Natur geschaffen, sich auf die Spuren von Albert Schweitzer begeben und sich wissenschaftlichen Themen wie der Organtransplantation oder der Atomenergie zugewendet.

Gefallen hat mir auch der Aufsatz zum Umweltbewusstsein im Alltag und die auf der Geige gespielte Eigenkomposition zur Schönheit der Natur. Wenn hier keine Namen stehen – es wären einfach alle gewesen, die es verdient hätten genannt zu werden. Ein Tipp: Der Film zu Albert Schweitzer wird am 18. März um 18 Uhr im Kunsthaus in Neustrelitz komplett aufgeführt. Was ich auch noch erlebt habe: Man kann Goethes Erlkönig in den Müritz-Nationalpark versetzen und das Gedicht „Gefunden“ des großen Meisters rappen.