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Atze vom Mirower Seeufer hat vielleicht nicht seinen allerbesten Tag erwischt. Trotzdem freut sich mein Freund Holger Bednarz über den zehnten Platz in Tauberbischofsheim mit 238 Punkten. Denn immerhin ging es um die Deutsche Meisterschaft im Vielseitigkeitssport der Hovawart-Züchter. „Es sind die besten Hundesport-Pärchen der Republik gestartet, und wir haben die anstrengende Prüfung bestanden“, so Holger nach dem Wettkampf zufrieden.

Holger Bednarz mit Hovawart Atze vom Mirower Seeufer bei den Deutschen Meisterschaften in Tauberbischofsheim.

Holger Bednarz mit Hovawart Atze vom Mirower Seeufer bei der Deutschen Meisterschaft in Tauberbischofsheim.

14 Teams aus Mensch und Vierbeiner hatten sich den Preisrichtern gestellt. Die Reihenfolge wurde ausgelost und die Strelitzer waren spät dran. „Ich konnte zwar länger schlafen, aber dafür war die Fährte nicht mehr so gut. Atze fing dann bei der Suche auch noch an zu kauen, was ja nun gar nicht geht. Aber ich habe mir eine Zurechtweisung erspart, denn er ist auch sensibel“, schildert Holger Probleme. Als dann sein Hovawart auch noch falsch abgebogen ist, dachte der Mirower schon an einen kompletten Fehlstart.

Letztlich hat der tierische Sportler aber noch die beiden zu findenden Gegenstände aufgespürt und ordentlich markiert, also die Pfoten links und rechts davon platziert. Das brachte wenigstens die Mindestpunktzahl von
70 der 100 Zähler ein und beließ unser Paar im Rennen.

Die Unterordnung im Stadion ist schnell aufgeschrieben, das ist Atzes Paradedisziplin, und er holte mit Herrchen 90 von 100 Punkten. Im Schutzdienst gab es dann noch einmal 78 Zähler. „Hier fühlten wir uns vom Preisrichter ein bisschen schlecht behandelt“, erzählt Holger. „Angeblich war Atze beim Stellen des ‚Täters‘ nicht drangvoll genug.“

Holgers Fazit: „Wir haben uns gut verkauft und auch die eine oder andere Lobeshymne zu hören bekommen.“ Die ersten drei Plätze gingen übrigens alle nach Baden-Württemberg – der Champion heißt Enzo vom Bergischen Löwen  und ging mit Thomas Feldbusch ins Rennen
(280 Punkte).

Atze vom Mirower Seeufer hat keine Chance, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Schon in vier Wochen steigt in Berlin-Frohnau die Quali für die Deutsche Meisterschaft des kommenden Jahres.