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Filet

Britanniens Küche genießt ja nicht den besten Ruf. Und als ich mein Waliser Schweinefilet auf dem Teller hatte, war ich ob der wenig aufregenden Optik immer noch skeptisch. Da legen Italiener, Mexikaner oder auch Chinesen doch mehr Wert auf das Aussehen ihrer Speisen. Ja, sie spielen geradezu mit den Farben. Nachdem der Tisch abgeräumt ist, beste Grüße nach Wales. Liebe Insulaner, Ihr habt das Wesentliche begriffen. Es war lecker!

Drei Stangen Porree putzen, das Weiße und Hellgrüne in zwei Zentimeter breite Ringe schneiden. 200 Gramm frische Pilze zerteilen. Einen roten Apfel in Spalten schnitzen. 600 Gramm Schweinefilet salzen, pfeffern und in einer Pfanne in drei Esslöffeln Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Fleisch herausnehmen.

Jetzt einen Esslöffel Butter erhitzen und Porree, Äpfel sowie die Pilze eine Minute unter Rühren anbraten. Und nun zur in Wales nicht vermuteten Rafinesse: Drei Esslöffel grob gehackte Haselnusskerne und drei Esslöffel Rosinen kurz mitbraten. Mit 200 Millilitern Gemüsebrühe ablöschen, vier Teelöffel körnigen Senf unterrühren, das Fleisch aufsetzen. Deckel drauf, bei mittlerer Hitze 15 Minuten garen.

Nach der Hälfte der Zeit das Fleisch wenden, dann herausnehmen und in Alufolie fünf Minuten Erholung gönnen. In der Zeit die Soße leicht binden und mit dem in Scheiben geschnittenen Filet servieren. Ich habe mir ein paar Bratkartoffeln dazu gegönnt. Die Holde lehnt ja Tüften total ab, aber auch ohne hat sie das Mahl total überzeugt. Mwynhewch eich pryd, was guten Appetit auf Walisisch heißt.