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Es gibt Satelliten, die übertreffen alle Erwartungen. Wie der amerikanische Advanced Composition Explorer (ACE). Der ist 1997 mit einer Lebenserwartung von fünf Jahren ins All geschossen worden, und liefert immer noch Daten von der Beobachtung des Sonnenwindes. Das kann auch noch ein paar Jahre so weitergehen, wie beim Wissenschaftstag 2015 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am gestrigen Freitag in Neustrelitz zu erfahren war.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist jetzt trotzdem für Ersatz gesorgt worden. Im Januar hat die NASA den neuen Satelliten Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) gestartet. Seit April befindet sich das DLR Neustrelitz nun in der komfortablen Lage, beide Satelliten zu empfangen, die in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde arbeiten.

Wie sein Vorgänger, soll auch der Neue vor geomagnetischen Stürmen warnen, die auf der Erde schweren Schaden beispielsweise in Kommunikations- oder auch Energiesystemen anrichten können. Da war MV-Energieminister Christian Pegel als Besucher beim Wissenschaftstag genau richtig.

Die Neustrelitzer DLR-Experten Norbert Jakowski, Jens Berdermann und Klaus-Dieter Missling haben sich alle Mühe gegeben, auch interessierten Laien das Thema „Weltraumwetter“ und die dazu in Neustrelitz entstandenen und noch entstehenden Forschungs- und Dienstleistungskapazitäten zu erläutern. Ich kann nur für mich sprechen, mir hat die neue Form des traditionellen Sommerfestes gefallen, mit der möglichst viel Inhalt herübergebracht werden soll.

Allerdings kann man es mit der Formgebung auch übertreiben, wenn das abschließende gemeinsame Essen und Trinken bei guten Gesprächen nunmehr als „Sozialevent“ deklariert wird. Ansonsten gab es aber auch zu diesem Programmteil nichts zu meckern.

Ach ja, eines will ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Da hat doch am Freitagvormittag bei einem kurzen Gewitter tatsächlich der Blitz beim DLR eingeschlagen und die Klimaanlage außer Kraft gesetzt. Ein Zeichen von
da oben:?::?::?: