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Die Werbung für die Mecklenburger Seenrunde hängt schon so lange am Stadteingang von Neubrandenburg, dass an spätestens nach Pfingsten glauben durfte, das Radsportereignis sei bereits vorbei. Weit gefehlt, auch wenn das Transparent inzwischen kaum noch Farbe hat. Einen Termin teilte es ja nie mit. Kurzum: Am kommenden Wochenende geht es auf den Kanten, und meine Hochachtung haben vor allem die Sportfreunde, die die 300-Kilometer-Runde angehen.

Da mein Freund Dirk die Bescheidenheit in Person ist, hier mal ein paar Angaben zu dem, was er da auf sich nimmt. Mehr als zwölf Stunden hat er im vergangenen jahr im Sattel gesessen, ist die Nacht durchgefahren und auch einmal gestürzt. Auch diesmal wird er in der Nacht von Freitag auf Sonnabend bereits auf der Strecke sein. Er könnte auch erst am Sonnabend starten, aber da sind die Teams schon unterwegs, was einen Einzelstarter immer ein bisschen deprimiert.

Bevor sich Dirk heute Abend in die heiße Vorbereitungsphase begibt, habe ich ihm noch ein Statement abgerungen. „Die Strecke in diesem Jahr ist noch heftiger. Besonders konzentriert muss man in der Feldberger Ecke sein. Ich starte um 20.30 Uhr und hoffe, noch bei Restlicht durch die Luzingemeinde zu kommen. Gegen Mitternacht bin ich dann voraussichtlich in Neustrelitz und entscheide dort, ob ich gleich Verpflegung zu mir nehme oder erst noch bis Röbel durchziehe. Da gibt es wieder Pasta.“

Der blanke Wahnsinn! Solltet Ihr, liebe Blogfreunde, am Wochenende am Streckenrand sein, dann stärkt den Verrückten mit reichlich Jubel die Waden. Ich werde mich auch auf mein Rad schwingen und eine Runde für Dirk drehen. Auf dass ich ihn am Montag wieder gesund und munter am Arbeitsplatz sehe.

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