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Ich habe mich heute Morgen bei der Lektüre meiner Zeitung mächtig aufgeregt. Und weil der Ärger über den Tag nicht wesentlich kleiner geworden ist, muss ich ihn mir noch von der Seele schreiben, bevor es ins Bett geht. Dazu sind Blogs schließlich da.

Ich bin ja bestimmt auch ein kritischer Mensch, aber wer nur meckert, schießt sich irgendwann ins Abseits. Leserbrief-Dauerschreiber Prof. Helmut Böhme überzieht Neustrelitz seit Jahr und Tag mit harscher Kritik, kübelweise schüttet er seinen Unflat aus. Kein gutes Haar lässt er an der Stadt, die sicherlich eine glorreiche Vergangenheit hat, an die sie nicht mehr anknüpfen kann.

Neustrelitz ist aber auch in den Jahren nach der politischen Wende wie Phönix aus der Asche aufgestiegen und heute ein Ort, an dem es sich zu leben lohnt. Bei allen Problemen, mit denen die Kommune zu kämpfen hat. Auch andere Städte dieser Größenordnung in einem wirtschaftlich schwachen Umfeld haben jede Menge Sorgen, die sind nicht hausgemacht.

Wenn Böhme heute die Frage aufwirft, worauf man in Neustrelitz noch stolz sein kann, dann geht mir das jetzt doch entschieden zu weit. So sieht der Mann nichts Positives mehr, dass Menschen zum Bleiben bewegen könnte oder zum Herkommen. Wenn es für den Herrn Professor so unerträglich ist, hier zu leben, dann sollte er seinen Alterssitz einfach woanders nehmen. Ich werde ihn nicht vermissen, er vergällt mir das Leben. Und zu behaupten, die gewählten Volksvertreter seien weder fähig noch willens, etwas für Neustrelitz zu tun, ist schlichtweg beleidigend.

Ich hoffe, dass es Strelitzer gibt, die diese Rundumschläge eines verbitterten Besserwissers nicht länger hinnehmen und sich selbst zu Wort melden. In der Zeitung, oder auch an dieser Stelle.