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Wird morgen in Neustrelitz der dritte und damit letzte Sargnagel in das Mehrspartentheater geschlagen? Ab 18.30 Uhr beschäftigen sich die Residenzstadtvertreter erneut mit der Zukunft der Theater und Orchester GmbH. Zur Erinnerung: Nur Neustrelitz sperrt sich noch gegen die Fusionspläne der Landesregierung, nachdem der Landkreis im ersten und Neubrandenburg im zweiten Anlauf Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) grünes Licht für sein Staatstheater Nordost gegeben haben.

Der Politiker hat die Voten der Gebietskörperschaften massiv beeinflusst und ist auch danach nicht untätig geblieben. Mit der immer wieder von ihm geschwungenen Insolvenzkeule hat er so viel Angst geschürt, dass zuletzt auch der TOG-Betriebsrat umgekippt ist. Angesichts dessen, dass Brodkorb droht den Geldhahn zuzudrehen, wenn die Residenzstädter nicht nach seiner Pfeife tanzen, erinnert vieles nur noch an ein Demokratiespiel.

Das Theaternetzwerk hat für morgen um 18 Uhr wieder zu einer Kundgebung auf dem Neustrelitzer Markt aufgerufen, um den Abgeordneten den Rücken zu stärken und ihnen Entscheidungshilfen zu geben. Kein Spartheater, sondern ein Mehrspartentheater am Standort, so die Position der Basis, die auch an etlichen Autos in der Region zu lesen ist. Erwartet wird, dass die Abgeordneten einen Beschluss verabschieden, der auf Verhandlungen mit Schwerin abzielt. Die CDU wird eine entsprechende Vorlage einbringen. So geht es unter anderem um die Rettung der Deutschen Tanzkompanie.