Die Stadt Neustrelitz lädt auch in diesem Jahr zu einer stimmungsvollen Advents- und Weihnachtszeit ein. Tradition, Kultur und Familienaktivitäten bilden den Rahmen für ein vielfältiges Programm. Ein Highlight ist der Weihnachtliche Hofzauber am 29. und 30. November in der barocken Stadtanlage rund um den Marktplatz. Kunsthandwerk, regionale Produkte und ein buntes Programm schaffen eine besondere vorweihnachtliche Atmosphäre. Der Weihnachtsmann wird am 29. November um 17 Uhr auf dem Marktplatz feierlich empfangen. Gemeinsam mit den Besuchern wird er den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus und die Marktkrone zum Leuchten bringen.
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So Anfang Dezember beginne ich mir alle Jahre wieder Gedanken darüber zu machen, welche weihnachtlich angehauchte Geschichte ich meinen Lesern wohl diesmal aufschreibe. Denn eine solche soll es sein am 24. Dezember, das gebietet die Tradition, die ich selbst mir in meinem Blog auferlegt habe. Diesmal ein Hoch auf ein Strelitzius-Gemeindemitglied.
„Vollmilch oder Zartbitter“, fragte mich dieser Tage mein Blogfreund Holger Wilfarth kaum, dass wir uns am Telefon begrüßt hatten. „Zartbitter“, antwortete ich spontan, bevor ich anfing, den Neustrelitzer mit Fragen zu belegen. Denen er auswich, Überraschung sei schließlich Überraschung.
Inzwischen liegt sein Weihnachtsgeschenk vor mir: eine handwerklich gefertigte Tafel Schokolade in gewünschter Geschmacksrichtung. Was nach nicht viel klingt, aber jede Menge ist. Denn es handelt sich bei der Gabe zum Fest um keine geringere als eine der ersten „Neustrelitzer Schlosstafeln“.
Besitzer von Traktoren aus Neustrelitz und Umgebung waren gestern wieder auf ihrer vorweihnachtlichen Lichtertour unterwegs, um den Menschen ein bisschen Freude zu bringen, wie von Veranstalter Andreas Siebeck zu erfahren war. In Neustrelitz wurden die Teilnehmer am Abend von Mitgliedern des örtlichen Residenzschlossvereins mit einer digitalen Darstellung des Schlosses empfangen. An Heiligabend fahren die Traktoren zu Alters- und Pflegeheimen der Residenzstadt und sind ab 14.30 Uhr noch einmal auf dem Markt zu sehen, wo Kinder mit Süßigkeiten beschenkt werden.
„Als wir erfuhren, dass das Ziel der Lichterfahrt der Schlossberg Neustrelitz sein würde, war schnell klar: Am Ort unserer Bemühungen müssen wir die Teilnehmer mit einer Präsentation der virtualisierten Schlossfassade begrüßen. Die winterliche Dunkelheit am frühen Abend ließ dies auf einer mittelgroßen Leinwand eindrucksvoll zu“, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Haase gegenüber Strelitzius. „Wie auch bei den Festspielen im Schlossgarten war es für uns eine Freude, wenigstens an einer temporären Belebung der Gründungsstätte unserer Stadt Neustrelitz mitzuwirken.“
Der durchschlagende Erfolg seines jüngsten, schneeinspirierten Werkes hat den Mirower Hobbydichter Gerhard Möhl zu neuen Versen animiert. Immerhin bekam er sogar Fanpost aus Montevideo. So viel Anerkennung ist nicht jedem Lyriker hierzulande beschieden.
Außerdem hatte mein Blogfreund und Kellerbühnen-Schauspielkollege auch zu Weihnachten vor einem Jahr nicht das Licht der Öffentlichkeit gescheut und bei Strelitzius publiziert. Könnte sein, dass uns da eine Tradition ins Haus steht. Nun also das jüngste Poem des Autors. Ohne der Literaturkritik vorgreifen zu wollen, darf ich an dieser Stelle bereits das hohe Maß an Authentizität in den nachfolgenden Zeilen hervorheben. Und dem Dichtkünstler ein frohes Fest wünschen.
Die bescheidenen Weihnachtswünsche eines Zehnjährigen
Alle Kinder, klein und groß, denken jetzt das eine bloß: Bin ein Jahr ich brav gewesen? Ward mein Wunschzettel gelesen? Bringt der Weihnachtsmann, der gute, mir Pakete statt der Rute? Wird an alles er auch denken, was ich bitte mir zu schenken? Lieber, guter Weihnachtsmann, ich erinnere dich daran, was auf meiner Liste steht, dass auch nichts verloren geht.
Weihnachtsmann, du stehst am Ruder, bring mir bitte keinen Bruder und erst recht nicht eine Schwester, so was will ich nicht, mein Bester, denn ich weiß mit solchen Rangen sowieso nichts anzufangen. All die schönen Spielzeugsachen werden sie kaputt mir machen.
Lieber bringe mir, mein Guter einen neuen Heimcomputer. Mein PC, das ist doch klar, war schon alt nach einem Jahr. Videokonsole hinten dran, ach bitte, lieber Weihnachtsmann.
Zudem brauch dringend ich ein Handy zwecks SMS mit Freundin Mandy. Ein Fernseher wär auch nicht schlecht, und ein Player wär mir recht. Lieber Weihnachtsmann, verstehs, dazu gehören DVDs. Außerdem, da brauche ich ein Mountainbike, ich bitte dich. Pack oben drauf noch Inlineskates, wie Peter hat, mit denen gehts. Das hätte ich doch glatt vergessen: Wäre es nicht angemessen, an den Sommer schon zu denken und ein Surfbrett mir zu schenken?
Klamotten kann ich immer brauchen, außerdem noch was zu rauchen. Zigaretten, eine Stange, Weihnachtsmann, sei bloß nicht bange. Auch wenn Mutter schimpfen tut und den Vater bringt’s in Wut. Mir verbieten sie den Schmauch, dabei rauchen sie doch auch.
Dann hätt ich gern noch ein paar Scheine, na, du weißt schon, was ich meine, Geld natürlich, alter Mann, dass ich mir was kaufen kann. Die Kohle bitte nicht zu wenig, zu gern wär ich ein kleiner König. Die Freunde würden mich beneiden. Sind meine Wünsche nicht bescheiden?
Vorfreudig denk ich an das Fest, nun besorge du den Rest. Lieber, guter Weihnachtsmann, spanne deinen Schlitten an. Nimm Flugzeug, Bahn oder den Bus, dass ich nicht ewig warten muss auf die paar wirklich kleinen Sachen. Ich denke schon, das lässt sich machen. Hast du dann alles mir vermacht, wünsche ich dir ‘ne stille Nacht!
Auch in diesem Jahr wird die Neustrelitzer Amateurband „Down by Law“ ihre Tradition der außerordentlichen Weihnachts-Konzerte weiterführen. Wie üblich werden dem Publikum weihnachtliche Lieder in neuem Gewand dargeboten.
Auf Einladung von „Kultur in Bewegung“ e.V. und mit Unterstützung der Kachelofenfabrik wird das hören- und sehenswerte Programm traditionell zum 3. Advent an zwei Terminen in der Scheune der Kachelofenfabrik Neustrelitz aufgeführt – am Samstag, 16.12., und Sonntag, 17.12., jeweils um 16 Uhr.
Die musikalische Mixtur der ungewöhnlichen Arrangements wird mit viel Spielwitz durch die Gemeinschaft der Amateur- und Profi-Musiker vorgetragen. Angeleitet durch Torsten Harder und geprägt durch die Reibeisenstimme von Fred Ruhnau bekommen die Songs im Kontext der Adventszeit eine ganz neue Bedeutung. Zum bühnenfüllenden Ensemble gehören darüber hinaus Henrike Barkmann, Holm Heinke, Ina und Rene Kastrau, Alex Müller, Maimu Truderung und Andreas Wehrenpfennig.
Karten für beide Konzerte gibt es in begrenzter Zahl im Vorverkauf im Neustrelitzer WeinWeltLaden sowie jeweils an der Abendkasse – solange der Vorrat reicht.
Die Advents- und Weihnachtszeit wird auch in diesem Jahr in der Residenzstadt Neustrelitz abwechslungsreich, kreativ und besinnlich sein. Am 27. November wird der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus und am 29. November wird die Weihnachtskrone auf der Marktmitte aufgestellt. Der Tannenbaum vor dem Rathaus ist eine Nordmanntanne, die von einer Neustrelitzer Familie zur Verfügung gestellt wurde. Vom 30. November bis zum 19. Dezember steht wieder der Weihnachtsmannbriefkasten dem Rathaus. Kinder, die dem Weihnachtsmann einen Brief mit ihren Weihnachtswünschen schreiben oder malen möchten, können ihre Post dort einwerfen. Er hat versprochen, allen zu antworten.
Start mit Lichterglanz und Weihnachtsmann
Am Freitag, dem 1. Dezember, bildet das traditionelle Erleuchten der Weihnachtskrone und des Tannenbaumes auf dem Markt den gewohnten Auftakt in die Adventszeit. Dazu wird um 17 Uhr der Weihnachtsmann vor dem Rathaus erwartet. Assistiert von Wichteln, verteilt er Süßes an die Kinder. Schon am Nachmittag öffnet die Weihnachtswerkstatt im Kunsthaus, die bis zum 22. Dezember mehrmals junge Besucher empfängt. Und am Abend steigt die „Die verflixte Weihnachtsshow“ im Landestheater.
Auf dem Fürstenhof Markt 3 und auf dem Rathaushof Markt 1 steht der Freitagabend von 17 bis 21 Uhr schon ganz im Zeichen des „Weihnachtlichen Hofzaubers“. Am Markt 3 sind unter anderem Ida & Freude mit einer Kreativwerkstatt, der Wildhof und die AWO-Kita dabei. Im Rathaushof gibt es Musik, Regionale Produkte und andere Köstlichkeiten.
Am Sonnabend, dem 2. Dezember, „zaubern“ dann sogar neun Höfe und Orte im Stadtzentrum fröhlich mit: Neben Fürstenhof und Rathaushof (beide 14-21 Uhr) sind es das Borwinheim (12-18 Uhr), das Café Freiraum 41 (12-18 Uhr), der Hof Venusberg 15 (12-21 Uhr), die Galerie Bilderstube (12-19 Uhr), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (15:30-19 Uhr), das Kunsthaus (14-24 Uhr) und das Kulturquartier (14-21 Uhr). Sie alle versprechen einen Mix unter anderem aus Live-Musik mit Bands und Künstlern, wie Jill Tonic, Chauffeure, Jazzerviert, Strelitzious oder Engelrausch, mit Lesungen, regionalen Angeboten, Kunsthandwerk, Büchern, Geschenke-Basteleien, Kunstprojekten, Ausstellungen, Leckereien und Mitmach-Ständen. Besucher können überall ausprobieren, kosten, genießen und eine gemütliche vorweihnachtliche Atmosphäre erleben.
Musik und Theater gehören dazu
Was wäre der Advent ohne Musik und Theater! Beim Inseltheater Helgoland steht „Die Schneeköngin“ auf dem Programm. Die Theater- und Orchester GmbH NB/NZ bringt die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens, das Puppentheater „Katze, Hahn und Füchsin“ und das Stück „Ollof und Nikkola“ auf die Bühnen.
Weihnachtskonzerte unterschiedlicher Stilrichtungen und von besinnlich bis heiter bieten die Musikschule kon.centus, der Frauenchor Freundschaft, der Konzertchor, die fabrik.scheune, das Theater, das Kunsthaus oder das Café Freiraum an. Zwei besondere Tipps sind das Bachsche Weihnachtsoratorium in der Stadtkirche am 9. Dezember und ein gemeinsames Adventsliedersingen mit Lukas Storch, Magdalena von Rhoden und Therese Georgi in der Schlosskirche am 15. Dezember.
So richtig in die vorweihnachtliche Familienplanung passen außerdem Angebote wie die Adventsfahrten mit der Hafenbahn am 2. und 3. Dezember, das Familienprogramm „Es weihnachtet sehr – na klar der Baum nadelt“ im Theater am 3. Dezember, der „Familienadvent“ im Borwinheim am 10. Dezember oder die Familien-Adventsfeier im Familienzentrum am 14. Dezember. Nicht fehlen darf natürlich der beliebte Weihnachtsmarkt mit Kinderprogramm in der Alten Kachelofenfabrik am 3. Dezember.
Getanzt und abgefeiert wird bei „X-mas Dinner& Show“ (29. November), bei der “Queeren Winterparty“ (2. Dezember), beim „Tanz unterm Weihnachtsbaum (25. Dezember), jeweils in der Schiefen Ebene, sowie am 25. Dezember auf dem Rummelplatz bei „Weihnachten mit Freunden“.
Kirchen laden ein
Zu Familiengottesdiensten und Christvespern laden die Kirchen der Stadt ein. Am 3. Advent gibt es in Kiefernheide einen Familiengottesdienst und Adventsnachmittag. Am Heiligen Abend finden Christvespern in der Stadtkirche, in der Aula der Beruflichen Schule, in der Kirche Zierke und in der Kirche Kiefernheide statt. Am ersten Weihnachtstag ist Gottesdienst mit Kindergottesdienst im Borwinheim. Und am zweiten Weihnachtstag sind Besucher zum Singe-Gottesdienst in der Kirche Kiefernheide willkommen.
Wer sich besonders frühzeitig auf das Fest einstimmen möchte, kann schon vor dem 1. Advent, nämlich am kommenden Samstag, dem 25. November 2023, im Leea mit einer Designerin nachhaltig, ökologisch und stilvoll Adventskränze basteln.
Tipps und Termine im speziellen Advents- und Weihnachtsflyer der Stadt Neustrelitz (unten), der sowohl online zu finden ist, als auch hier im Blog auf der Außenspalte unter „Kultur in Neustrelitz“ sowie ab kommender Woche in der Touristinformation, beim Theaterservice, in vielen Kultureinrichtungen und bei den Veranstaltern ausliegt. www.neustrelitz.de www.neustrelitz-erleben.de
Unter den vielen herzlichen Zuschriften, die mich in der Adventszeit mit besten Wünschen für die Feiertage und das neue Jahr erreichten und zur Stunde noch erreichen, haben mich drei besonders gefreut. Da ist zunächst die von meinem Blogfreund Gerhard Schneider. Der Künstler hat mir einen Kalender für 2023 geschickt, den er selbst gestaltet hat. Mehr noch, er hat mir gestattet, ihn auch der Strelitzius-Gemeinde zu schenken. Bis zu einem Format von A2 ließe sich der Kalender bestimmt gut ausdrucken, schreibt mir der honorige Krümmeler. Auf dem Blatt unten in der Mitte hat er sich übrigens selbst gemalt. Ich hänge seine Arbeit auch als Datei an und bedanke mich im Namen von euch allen.
In Wustrow in der Kleinseenplatte betreiben der Landschaftsmaler Egbert Striller und seine Frau Stefanie ihre Galerie der Alleen. Die Nachbarn haben mich mit „Engelshaar im Winterwald“ gegrüßt und mir für meine Öffentlichkeitsarbeit gedankt. Die Abbildung hat einen Platz in einem meiner Bücherregale gefunden. Der dazugehörige Aufsatz wurde unter „E“ in Meyers 18-bändiges Lexikon eingelegt, in dem Engelshaar nicht zu finden ist. Meine interessierten Leser soll er auch erreichen, die Datei ist beim Bild unten zu finden.
Schneeweißchen und Rosenrot. Fotos: Oliver Hohlfeld
Die Deutsche Tanzkompanie zieht mit Blick auf die Vorstellungen in der Vorweihnachtszeit eine durchweg positive Bilanz. Für 23 Vorstellungen konnten annähernd 6.500 Karten verkauft werden. Dabei sahen die meisten Zuschauer das Tanzmärchen „Der gestiefelte Kater“ (Choreographie und Inszenierung von Amy Share-Kissiov) und das Tanzmärchen „Schneeweißchen und Rosenrot“(Choreographie und Inszenierung von Jutta Ebnother). Die Hausvorstellungen und Gastspiele liefen weitestgehend vor (fast) ausverkauften Häusern und trafen auf ein begeistertes Publikum.