Schlagwörter

, , , ,

Das jüngste lyrische Werk meines Mirower Blogfreundes und Schauspielkollegen Gerhard Möhl hätte ich nicht drei Tage liegen lassen dürfen. Es ist nämlich von Schnee inspiriert, der sich mittlerweile verkrümelt hat. Andererseits wollte ich den nachrichtenarmen Sonntag abwarten, damit das Epos nicht in der Meldungsflut untergeht. Hier ist es nun, und die weiße Pracht muss man sich halt dazu denken.

Was ist denn das?

Was steht da hinter unserem Haus?
So wie ein Bär sieht das nicht aus.
Ein Hase kann es auch nicht sein.
Dafür die Ohren sind zu klein.

Ein Hund ist‘s nicht und keine Katze,
hat Ähnlichkeit mit einer Fratze.
Auch vor dem Haus da steht so einer.
Nicht ganz so groß, ein bisschen kleiner
.

Doch was es ist, ich kann‘s nicht sagen.
Ich weiß auch nicht, wen kann ich fragen.
Und endlich fällt mir nur noch ein,
das Ding muss außerirdisch sein.

Wie auch schon im vergangenen Jahr,
als es damals Winter war,
stand so ein Kerl in unserem Garten.
Er schien auf irgendwas zu warten.

Worauf, hat sich mir nicht erschlossen.
Er stand und stand, ganz unverdrossen.
Als es dann wieder wärmer war,
da war er weg, wie sonderbar.