Die Familienveranstaltungen der Nationalpark-Ranger bieten ein abwechslungsreiches Angebot für kleine und große Naturfreunde auf Entdeckertour. Der Müritz-Nationalpark bietet unzählige Möglichkeiten, die Ferienzeit gemeinsam in der Natur zu verbringen.
Der Buchenwald im Müritz-Nationalpark zeigt sich derzeit in einem spektakulären frischen Maigrün. Foto: Babara Lüthi-Herrmann)
Am 24. Mai feiern die 141 Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Deutschland gemeinsam den Europäischen Tag der Parke – mit dabei: der Müritz-Nationalpark. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Natur“ rücken Europas Schutzgebiete ihre zentrale Rolle für Natur- und Klimaschutz sowie nachhaltige Entwicklung in den Fokus.
Der Frühling hat Einzug gehalten an der Müritz und damit startet auch die Veranstaltungssaison des Nationalparks. Ab Ostern stehen in den nächsten Monaten wieder viele unterschiedliche und spannende Führungen auf dem Programm: Fledermausführungen, Floßtouren, Hirschkonzerte und vieles mehr.
Mit dem World Ranger Day, der Kratzeburger Fledermausnacht oder dem Forschertag an der Müritz stehen auch in diesem Jahr wieder beliebte, größere Veranstaltungsformate im Saisonkalender. Außerdem auf vielen kleinen und größeren Veranstaltungen mit dabei: der Nationalpark-Aktionsanhänger „Weltnaturerbe Buchenwald“. Neben den üblichen Bastel- und Infomaterialien bietet dieser Fühlkisten und Schaukästen, die das interaktive Erleben möglich machen.
Aussichtsplattform am Doppelkiefergraben. Foto: Nationalparkamt Müritz
Bei einer Routinekontrolle des barrierefreien Aussichtspunkts Doppelkiefergraben am Ostufer der Müritz hat die Nationalparkverwaltung festgestellt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Daher ist die Instandsetzung des hölzernen Stegs notwendig, damit er pünktlich zur Besuchersaison 2025 wieder uneingeschränkt von den Besuchern benutzt werden kann.
Die Reste der über 70 Meter langen Brücke über den Pagelsee werden aktuell durch eine Neustrelitzer Baufirma im Auftrag des Nationalparkamtes Müritz beseitigt. Die Brücke war bereits 2007 baufällig, konnte im Folgejahr aber dank des großen Engagements vieler Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kratzeburg nochmals saniert werden. 2018 wurden im Rahmen einer Brückenkontrolle erhebliche Schäden am Bauwerk festgestellt, sodass nur noch eine Sperrung möglich war. Verschiedene Alternativen zum Erhalt der Brücke wurden geprüft, mussten aber am Ende aus unterschiedlichen Gründen verworfen werden.
Mit vereinten Kräften wurden alte Zaunelemente entfernt. Fotos: Dr. Sven Rannow
Am Samstag fand im Warenschen Wold ein Arbeitseinsatz mit mehr als 30 Freiwilligen statt. Darunter waren Mitglieder des Fördervereins des Müritz Nationalparks, der NABU-Ortsgruppe Waren sowie des Bootsgemeinschaft- und Angelsportvereins „Feisneck“ Waren e.V., die gemeinsam für den Naturschutz aktiv wurden und alte Zäune aus der Landschaft entfernt haben.
Unternehmen, die sich für die Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Region des Müritz-Nationalparks einsetzen, können sich bis zum 28. Februar als Müritz-Nationalpark-Partner bewerben. Die Partnerschaft ermöglicht nicht nur eine erhöhte Sichtbarkeit in der Region, sondern auch den Austausch von Wissen innerhalb des Netzwerks, die Teilnahme an Weiterbildungen und die Einbindung in digitale Marketingformate. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern den einzigartigen Naturraum des Müritz-Nationalparks bewahren und die nachhaltige Entwicklung in der Region vorantreiben“, erklärt Therese Thümmler, Betreuerin der Nationalpark-Partnerinitiative.
Am 22. Januar lädt das Müritzeum Waren in der beliebten Veranstaltungsreihe „MiM – Mittwochs im Müritzeum“ zum nächsten spannenden Vortragsabend ein. Unter dem Titel „Nationalparkwälder – eine lebendige Lebensversicherung? Die Waldentwicklung am Beispiel des Müritz-Nationalparks“ beleuchtet Matthias Schwabe, Leiter des Sachgebiets Forschung und Monitoring im Müritz-Nationalparkamt, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Wälder.
Das Landschaftsbild Mecklenburg-Vorpommerns, wie hier im Serrahn, wurde maßgeblich durch die letzte Eiszeit geprägt.Fotos: R. Vitt, naturfotografie-roman-vitt.de
Die Naturparke Mecklenburg-Vorpommerns, der Müritz-Nationalpark sowie die UNESCO-Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe haben für 2025 das Jahresthema „Eiszeit“ ausgerufen. Anlass sind das Jubiläum der Inlandeis-Theorie und die prägende Rolle der letzten Eiszeit, die vor rund 12.000 Jahren endete und die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns maßgeblich gestaltete. Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen wird die eiszeitliche Geschichte des Landes für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht.
Umweltpraktikanten bei der Preisverleihung zur Kratzeburger Fledermausnacht. Foto: B. Lüthi Herrmann)
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des „Umweltpraktikums“ im Müritz-Nationalpark bewerben. Zwischen drei bis sechs Monaten kann ein „Open-Air-Semester“ dauern. Das Besondere: Das Praktikum ist dank eines Sponsorings der Commerzbank vergütet. Außerdem wird eine Unterkunft bereitgestellt.
Das Umweltpraktikum ist die Gelegenheit für Studierende, Praxiserfahrung im Feld zu sammeln. Während des Praktikums erhalten die Studierenden, egal welchen Studiengang sie absolvieren, umfassende Einblicke in die Arbeitsbereiche des Nationalparkamtes. Die Stellen sind in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zu besetzen. Der Blick über den Tellerrand auf andere Bereiche wie Forschung, Planung und Gebietsbetreuung ist aber durchaus gewünscht.