Charly Hübner, Jan Georg Schütte und Lars Jessen (von links) im August vergangenen Jahres in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz.
Am kommenden Freitag, den 24. Januar, um 19 Uhr, startet im Gemeindezentrum Klein Vielen in Peckatel ein Kinoabend. Gezeigt wird der Film „Micha denkt groß“ von Lars Jessen und Jan Georg Schütte, u.a. mit Charly Hübner, Jördis Triebel und Peter Kurth in den Hauptrollen. Informationen zur Filmhandlung finden sich hier: https://kleinvielen-ev.de/?page_id=606.
Self-Made Unternehmer Micha (Charly Hübner) hat Großes vor. Fotos: ARD Degeto, MDR, Florida Film, Pandora Film, Thomas Leidig
Seit August ist das Team der Komödie „Micha denkt groß“ auf Deutschlandtour (Strelitzius berichtete). Nächster Halt: das Rheinsberger Schlosstheater! Am Mittwoch, 16. Oktober, um 19 Uhr präsentiert Regisseur Lars Jessen sein neuestes Werk im Ruppiner Land und lädt im Anschluss an die Vorführung zu einer kurzweiligen Podiumsdiskussion. „Micha denkt groß“ ist ein herrlich komisches und doch tiefgehendes Stück über große Träume, ambitionierte Geschäftsideen und die Rückkehr in die alte Heimat.
Der gefeierte deutsche Schauspielstar Charly Hübner spielt die Figur des Micha: Einen großspurigen Wahl-Berliner, der durch Handyspiele zu viel Geld gekommen ist, und der nun in seine Heimat zurückkehrt, eine kleine Gemeinde in Sachsen-Anhalt. Dort will er das ehemalige Hotel seiner Eltern zu einer Wellnessoase für Reiche ausbauen. Zumindest Physiotherapeutin Tina (Jördis Triebel), der er den Spa-Bereich verspricht, hat er damit schnell auf seiner Seite. Doch noch bevor es richtig losgehen kann, kommt es zu Verwerfungen: Denn Tinas Bruder, der Ökobauer Jonas (Ulrich Brandhoff), stellt fest, dass es kein Wasser mehr gibt. Auch Landwirt Hermann (Peter Kurth) hat unter der Situation zu leiden. Und so wollen Micha und der staatskeptische Verschwörungstheoretiker Bernd (Jan Georg Schütte) die Sache selbst in die Hand nehmen und einen Brunnen bauen…
Charly Hübner, Jan Georg Schütte und Lars Jessen (von links) haben den Abend in der KOF in Neustrelitz ebenso wie ihr Publikum genossen.
Zu dem wirklich schönen Filmabend am Freitag in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz (Strelitzius berichtete kurz) sondere ich wie angekündigt noch ein paar Zeilen ab. Allem voran ist natürlich die Impro-Komödie „Micha denkt groß“ zu würdigen, die völlig zu Recht mit viel Applaus bedacht worden ist. Da ist den Regisseuren Lars Jessen und Jan Georg Schütte und den Darstellern um Charly Hübner, Jördis Triebel und Peter Kurth wirklich ein kleines Juwel gelungen. Erzählt wird die Geschichte des Video-Designers Micha (Charly Hübner), der in einem Dorf in Sachsen-Anhalt die marode Pension seiner verstorbenen Eltern in ein Luxushotel samt Wellness-Oase verwandeln will. Bei aller Skepsis, die ihm begegnet, versiegt dann auch noch das Grundwasser in Klein Schnapsleben.
Beim anschließenden Filmgespräch mit Jessen, Schütte und Hübner schieden sich durchaus die Geister. So wurde diskutiert, ob nicht ein festgefügtes Drehbuch dem Improvisieren vorzuziehen sei. Letztlich wurde abgestimmt, und es fand sich eine deutliche Mehrheit für das an diesem Abend auf der Leinwand erlebte freie Spiel. Was übrigens bei Mimen außerordentlich beliebt ist, wie zu erfahren war, auch wenn viel Mut und Risikofreude gefordert seien. „Man muss sich auf das Experiment einlassen. Drehbücher sind oft nicht das wahre Leben“, machte Schütte deutlich, zugleich Darsteller. Im Publikum Platz genommen hatte auch die Schauspielerin Karoline Schuch, die das nur bestätigen konnte. „Wir haben uns aufeinander verlassen“, ergänzte Lars Jessen zur Teamleistung.
Wasseraktivisten dürften bei „Micha denkt groß“ vielleicht nicht so auf ihre Kosten kommen. Das knappe Nass als ein menschliches Recht ist hier eher Mittel zum Zweck der brandaktuellen Botschaft in Zeiten der bedrohten Demokratie. Jan Georg Schütte formulierte es am Ende des anregenden, spannenden, emotionalen Gesprächs noch einmal für alle: „Leute, redet miteinander, haut euch mal auf die Mütze, aber setzt euch anschließend hin und trinkt ein Bier zusammen.“ So geschehen auch ausgangs von „Micha denkt groß“.
Charly Hübner genoss „beseelt“ sein Heimspiel in Neustrelitz. „Die Gespräche hier sind die muntersten, die geilsten. Ist ja auch meine Heimat. Unser Job war es, mit der Taschenlampe auf die Dinge zu zeigen, die Flitzpiepen glaubhaft darzustellen.“ Was herausgekommen ist, wurde von einer Zuschauerin des Kinoabends als „wunderbare Karikatur“ bezeichnet. Hübners Fazit, auch im Film von ihm zu hören: „Wir müssen uns alle kümmern und dürfen nicht darauf warten, dass andere drängende Probleme für uns erledigen.“ „Wir kommen gern wieder“, schloss Jan Georg Schütte.
Hauptdarsteller Charly Hübner, die Regisseure Jan Georg Schütte, der auch mitspielt, sowie Lars Jessen und Fabrik.Kinoleiter Horst Conradt (von links) stellen sich den Fragen des Publikums.
Großer Auflauf gestern Abend in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Zum Bundestart lief der neue Film „Micha denkt groß“ in der Fabrik.Scheune und parallel im Fabrik.Kino 1. Mit dabei Hauptdarsteller Charly Hübner und das Regieteam Lars Jessen/Jan Georg Schütte, die für die Impro-Komödie viel Beifall ernteten und sich im Anschluss den Fragen des Publikums stellten.
Mehr dazu morgen Vormittag. Der empfehlenswerte Film ist noch bis einschließlich kommenden Mittwoch jeweils um 20.15 Uhr zu sehen.
Bundesstart des Films „Micha denkt groß“ von Lars Jessen und Jan Georg Schütte: Hauptdarsteller Charly Hübner und das Regieteam sind am 23. August um 20 Uhr im Fabrik.Kino in Neustrelitz zum Gespräch Gast. Hübner ist in Neustrelitz geboren und machte hier seine ersten Theatererfahrungen. In diesem Film ist er der Selfmade-Unternehmer Micha, der aus Berlin in das kleine Dorf seiner Kindheit, nach Klein-Schappleben in Sachsen-Anhalt zurückkehrt.
Es ist ein heißer, trockener Sommer. Im Gepäck hat der Game-Designer eine Idee, ja, eine Vision! Aus dem maroden ehemaligen Hotel seiner Eltern will er ein Luxushotel mit Wellness-Oase für gestresste Großstädter machen. Die zerstrittene Dorfgemeinschaft ist skeptisch, was Michas Vorstellungen in Bezug auf ihre Beteiligung an diesem waghalsigen Projekt angeht. Lediglich Michas Schulfreundin Tina und seine Partnerin Jenny lassen sich darauf ein, Michas ehrgeizigen Pläne weiterzuverfolgen. Die anhaltende Hitze, das versiegende Grundwasser und die mit Genuss verbreiteten Verschwörungstheorien des pensionierten Lehrers Bernd Schlüter tun das ihrige. Am Ende liegt das ganze Dorf auf dem Trockenen – und seine Bewohnerinnen müssen lernen, dass sich die Zukunft von Klein-Schappleben nur gemeinsam gestalten lässt.
„Wir freuen uns sehr auf den Film und auf den Besuch von Charly Hübner und dem Team. Uns erwartet eine unterhaltsam aufgedrehte Komödie mit skurrilen Figuren und viel Improvisationscharme“, so Horst Conradt, Kinoleiter am Sandberg.
Kartenvorbestellungen unter 03981 – 20 31 45. Der Film läuft danach noch bis zum 28. August täglich um 20.15 Uhr.