Aufstellen der Insektenfalle. Foto: Müritzeum/Claudia Siatkowski
In den vergangenen drei Jahren haben die wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Müritzeums in Waren zusammen mit ehrenamtlichen Bürgerwissenschaftlern und Experten das grüne Dach auf dem Hauptgebäude, dem „Haus der 1000 Seen“, interdisziplinär untersucht, um einen Einblick in die Lebewelt auf dem Dach zu erhalten und seine Rolle in der städtischen Biodiversität zu bewerten. Das Projekt wurde von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) aus Erträgen der Bingo! – Umweltlotterie finanziell unterstützt.
Friederike Möbius berichtete zusammen mit Dr. Martin Krappe von ihrer Forschung zum ursprünglichen Zustand der Seen im Müritz-Nationalpark. Foto: NPA Müritz
Am 18. November fand im Müritzeum in Waren das jährlich ausgerichtete wissenschaftliche Kolloquium des Müritz-Nationalparks statt. In diesem Jahr wurde das Thema „Wasser“ intensiv beleuchtet. Denn Wasser – so hieß es schon in der Einladung – ist Leben und der Wasserhaushalt Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung von Natur und Landschaft. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen kamen zusammen, um Veränderungen der Gewässerlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern zu diskutieren und die Bedeutung des Wasserhaushalts für die Region zu unterstreichen.
Mit seinem Bestseller „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ hat der Leipziger Literaturwissenschaftler Dirk Oschmann eine kontroverse Debatte angestoßen; nun hält er am Freitag, 5. Mai, 19.30 Uhr, einen Vortrag zum Thema im Spiegelsaal von Schloss Rheinsberg. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erbeten unter tickets@musikkultur-rheinsberg.de oder 033931 72117 (Mo–Fr, 10–15 Uhr).
Oschmanns Vortrag bildet den Auftakt des Kolloquiums „Gespräche am Musenhof“ am Sonnabend, 6. Mai. Im Zentrum dieses 2. Kolloquiums zum Schwerpunkt Politik stehen die politischen Impulse, die von Rheinsberg ausgingen; sie werden in ihren verschiedenen Ausprägungen – biographisch, staatstheoretisch, gartenkünstlerisch und musikalisch – und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet. Die „Gespräche am Rheinsberger Musenhof“ sind eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der Musikakademie Rheinsberg und fördern den interdisziplinären Austausch.