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Auch in diesem Jahr versammelt das interdisziplinäre Symposium „Gespräche am Rheinsberger Musenhof“ wieder Wissenschaftler, Kulturschaffende und interessierte Besucher an historischer Stätte. Unter dem Rahmenthema „Frauen“ laden vom 24. bis 25. April vier Rheinsberger Institutionen – der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e. V., das Kurt Tucholsky Literaturmuseum, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie die Musikakademie der Musikkultur Rheinsberg – gemeinsam zu Führungen, Vortragsbeiträgen und mehreren Konzerten ein. Es ist bereits die fünfte Ausgabe des beliebten Formats.
Im Jubiläumsjahr „H300“ anlässlich des 300. Geburtstags von Prinz Heinrich von Preußen widmen sich die inzwischen 5. Gespräche am Rheinsberger Musenhof einem bislang wenig betrachteten Aspekt seines Lebensumfeldes: den Frauen an seiner Seite, in seinem familiären, politischen und kulturellen Netzwerk sowie ihrem Einfluss auf Heinrichs Denken, Handeln und Selbstverständnis. Anhand ausgewählter Beispiele werden weibliche Handlungsspielräume, Formen von Nähe, Loyalität und Einflussnahme sowie die Rolle der Frauen im Gefüge des Rheinsberger Musenhofs und im europäischen Kontext des 18. Jahrhunderts nachgezeichnet.
Auftakt in der St. Laurentiuskirche
Den Auftakt am Vorabend bildet bereits am Donnerstag, 23. April, ein Konzert des Ensembles VocaMe in der St. Laurentiuskirche: Unter dem Titel „Hymnen und Visionen“ stehen Werke von Hildegard von Bingen und der byzantinischen Äbtissin Kassia auf dem Programm (19.30 Uhr).
Der Freitag, 24. April, beginnt mit der Führung „Frauen im Schloss und Garten“ um 15 Uhr. Um 18 Uhr folgt mit „Balladen und die Minne“ ein weiteres Konzert des Ensembles VocaMe: Dann stehen die französische Schriftstellerin Christine de Pizan und die brabantische Mystikerin Hadewijch im thematischen Zentrum.
Wie immer ist der Einführungsvortrag des Kolloquiums am Freitagabend um 19.30 Uhr im Spiegelsaal des Rheinsberger Schlosses bei freiem Eintritt öffentlich. Frau Dr. Adelheid Krause-Pichler – intime Kennerin und Biografin der Schwester des Prinzen Heinrich – wird unter dem Titel „Amalie und Heinrich“ auf die besondere Beziehung der Geschwister verweisen.
Der Samstag, 25. April, steht ganz im Zeichen des wissenschaftlichen Kolloquiums: Vorträge widmen sich unter anderem der Kurfürstin Anna von Preußen sowie Heinrichs Freundschaften und Beziehungen, u. a. mit Katharina der Großen, der polnischen Fürstin Izabela Czartoryska, Herzogin Philippine Charlotte und seiner Ehefrau Wilhelmine von Hessen-Kassel.
Den Abschluss bildet am Abend des Samstags um 17 Uhr das Konzertprogramm „Brief an die Zukunft – Saudades of the Future“ im Schlosstheater. Der szenische Musikabend mit dem Trio Gilu ist inspiriert von drei Dichterinnen, die zu Lebzeiten keine Anerkennung fanden: Karoline von Günderrode, Emily Dickinson und Selma Meerbaum-Eisinger. Drei zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten haben Gedichte dieser bemerkenswerten Persönlichkeiten vertont. Die Musik führt den portugiesischen Regisseur Hugo Portela Larisch zu einer Leitfrage: Wie fühlt es sich an, als Frau aufzuwachsen? Und welche Zukunft wünschen wir uns – für uns und für unsere Töchter?
Mehr Informationen zum Programm im Anhang sowie unter kunstverein-rheinsberg.de
Tickets für die Konzerte kosten jeweils 15 €.
Für die Teilnahme am Kolloquium ist eine Anmeldung erforderlich. Die offizielle Anmeldefrist ist bereits abgelaufen – melden Sie sich bei Interesse dennoch gerne unter: akademie@musikkultur-rheinsberg.de
Buchung Konzertticket:
Online: www.schlosstheater-rheinsberg.de
Musikkultur Rheinsberg (Mo-Fr 10-15 Uhr)
Telefon: 033931 / 721 17
Anmeldung Kolloquium: https://www.musikakademie-rheinsberg.de/
