Henry Tesch (links) und Olaf Müller überreichten die Schultüten.
183 neue Caroliner, das sind sieben siebente Klassen, haben heute den Unterricht am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum aufgenommen. Tradtionell erhielt jede Klasse bei der Begrüßung in der Aula vom Schulverein eine Schultüte, die Carolinum-Chef Henry Tesch und sein Stellvertreter Olaf Müller überreichten. Außerdem gab es ein kleines Kulturprogramm, das heute früh erst einstudiert werden konnte.
Klassenlehrer Christian Heinrich führt Teile der 7/3 durch das Schulhaus.
Insgesamt lernen in diesem Jahr rund 1000 Schüler am Carolinum. „Man würde diese Größenordnung nicht vermuten, so ruhig und dizipliniert hat sich der Auftakt heute gestaltet“, so Henry Tesch auf Anfrage von Strelitzius. Alle Schüler seien bemüht, die pandemiebedingten Sonderregelungen auch einzuhalten. Das müsse sich noch ein bisschen einschleifen, so der Schulleiter, aber der Start sei trotzdem grandios verlaufen. „Wir sind guter Dinge.“
Viele Informationen für die Schüler: Die 8/3 mit den Klassenlehrerinnen Arlett Volgmann (rechts) und Johanna Gierk.Mit einem eben erst einstudierten Programm wurden die Siebtklässler begrüßt.
Zwölftklässler waren die ersten, die sich im April auf dem Schulhof des Carolinums freiwillig auf Corona testen ließen.
Mecklenburg-Vorpommern startet als erstes deutsches Bundesland zurück in den schulischen Regelbetrieb. „Wegen der zweiten Corona-Welle ist die Verunsicherung groß – außer am Carolinum in Neustrelitz“, schreibt „Die Zeit“ in ihrer Online-Ausgabe. Vielleicht habe man am Gymnasium der Residenzstadt sogar die weltweit verzweifelt gesuchte „Zauberformel gegen den Schul-Lockdown“ gefunden.
Immerhin sei das Carolinum die einzige Schule auf dem Planeten, die nun schon seit April mehrmals wöchentlich Corona-Tests anbietet (Strelitzius berichtete). Hier der Link zu dem lesenswerten Beitrag:
Nach den Sommerferien wird am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum weiter auf Corona getestet. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf Schulleiter Henry Tesch. „So nebensächlich wie das Zähneputzen“ seien die Tests mit der Zeit geworden. Alle Lehrer und mehr als die Hälfte der Schüler ab der siebenten Klasse hätten sich bislang testen lassen.
Die Tests würden reibungslos elektronisch an die Centogene AG in Rostock übermittelt, die, wie hier im Blog mehrfach berichtet, als Sponsor der Aktion auftritt. Nach den Ferien soll in der Schule in Neustrelitz anfangs noch jede Woche getestet werden, danach bei ausbleibenden Infektionen in größerem Abstand.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung empfiehlt in einem großen Beitrag „Der Testsieger“ über Centogene-Chef Prof. Arndt Rolfs, Gastdozent an der Summerschool des Carolinums, bei der Rückkehr zum Regelbetrieb an den deutschen Schulen auf die guten Erfahrungen des Neustrelitzer Gymnasiums zurückzugreifen. Der komplette Artikel ist hier zu lesen:
Traumdurchschnitt 1,0: Malena Hirsch (links) und Anna Krajewski mit Henry Tesch (Zweiter von links) und Nationalparkchef Ulrich Meßner für den Schulverein.
Es ist schon über ein Jahrzehnt vergangen, seitdem die letzten Abiturzeugnisse im Neustrelitzer Schlossgarten überreicht wurden. Heute nutzte das Gymnasium Carolinum seine langjährige Erfahrung mit einem Festakt im Freien, um den diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten trotz der widrigen Umstände einen würdigen Abschluss zu gestalten. So konnten 130 Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis während der feierlichen Übergabe auf dem Platz zwischen Schule und Strelitzhalle am Glambecker See erhalten.
Malena Hirsch und Marcus Stelter hielten die traditionelle Schülerrede.
Glücklich, stolz und zufrieden sind die Schülerinnen und Schüler mit dem Abiturdurchschnitt ihres Jahrganges von 2,4. Zwei Schülerinnen erzielten diesmal den Traumdurchschnitt von 1,0 und fast ein Drittel aller Abiturientinnen und Abiturienten einen Durchschnitt von 1,9 oder besser.
Zum 50. Mal hat sich der Leiter des Neustrelitzer Gymnasiums Carolinum, Henry Tesch, gestern per Video an Schüler und Eltern gewandt. Damit haben sich der Chef und seine Mitstreiter wohl die virtuelle Torte verdient, die eingeblendet worden ist. An jedem Schultag seit dem 16. März war gewährleistet, dass die Caroliner per Internet über die neuesten Entwicklungen rund um das Gymnasium informiert sind, auch wenn seine Türen zwischenzeitlich wegen der Pandemie geschlossen waren.
Themen der Jubiläumsfolge waren der UNICEF-Lauf, eine Konferenz der Fachschaftsleiter zum neuen Schuljahr und die umgebaute Aula, die mit neuer Licht-, Bild- und Tontechnik glänzt.
Carolinum-Chef Henry Tesch (Zweiter von links) informiert Birgit Köpnick über die Corona-Tests und den dadurch möglichen Unterricht an seiner Schule.
Nach übereinstimmenden Berichten der „Schweriner Volkszeitung“ und von „Antenne MV“ können die freiwilligen Corona-Tests am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum Vorbild für vier weitere Modellversuche im Nordosten sein. Die Medien berufen sich dabei auf die Landtagsabgeordeten Daniel Peters (CDU) und Andreas Butzki (SPD).
Vorgeschlagen wurden vier Standorte im Land für einen wissenschaftlich begleiteten Versuch. „Wir müssen unseren Kindern die größtmögliche Sicherheit gewähren“, wird der Neustrelitzer Volksvertreter Butzki zitiert. Die Landespolitik wolle im kommenden Schuljahr laut Peters und Butzki wieder möglichst vielen Schülern regulären Unterricht gewähren. So sollten wieder größere Klassenstärken in Räumen möglich sein.
Peters zufolge solle der Modellversuch noch im Juni beginnen und im August mit dem neuen Schuljahr fortgesetzt werden. Die Rostocker Biotech-Firma Centogene, die das Testen am Carolinum ermögliche (Strelitzius berichtete), könnte auch die Ausweitung der Modellversuche in MV begleiten.
Testen, testen, testen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen – so lautet das Mantra von Virologen wie Alexander Kekulé von der Uni Halle-Wittenberg, der sich auf Seuchenbekämpfung und Pandemieplanung spezialisiert hat. Seit Wochen predige er, dass Menschen regelhaft getestet werden sollten, sagt der Mediziner und scherzt gegenüber dem SPIEGEL, er werde sich beim Gymnasium Carolinum in Neustrelitz mit einem großen Strauß Blumen bedanken.
Der SPIEGEL widmet den freiwilligen Corona-Tests an der Schule und ihrer Vorreiterrolle in Deutschland einen langen Beitrag. Wie Carolinum-Chef Henry Tesch gegenüber Strelitzius verriet, will er den Virologen nach Neustrelitz einladen.
„Statt Kinder und Jugendliche über Monate von Kitas und Schulen fernzuhalten, müssen wir eine Firewall zwischen sie und die Risikogruppen setzen“, sagt Kekulé. Regelmäßige Tests seien der einzige Weg, um in absehbarer Zeit zu einem regulären Kita- und Schulbetrieb zurückzukehren: „Was in der Bundesliga geht, wo Fußballer regelmäßig getestet werden, muss auch hier ermöglicht werden.“
Das ZDF hat wie angekündigt heute aus dem Neustrelitzer Gymnasium Carolinum berichtet. Anlass des Besuchs des Kamera-Teams waren die Corona-Tests an der Schule, ein deutschlandweit einmaliges Experiment. Für alle, die die Erstausstrahlung heute Mittag nicht sehen konnten, hier der Link. Die Neustrelitzer sind ab Minute 7 auf Sendung.
Ein Kamerateam des ZDF dreht am Carolinum beim Corona-Testen.
Mehr als 95 Prozent der Schüler der 11. Klassen, die heute ans Neustrelitzer Gymnasium Carolinum zurückgekehrt sind, haben die in Deutschland so ziemlich einzigartige Möglichkeit an ihrer Schule genutzt, sich auf Corona-testen zu lassen. Sie folgen damit dem Beispiel der Lehrer und Zwölftklässler.
„Ein grandioses Ergebnis“, freute sich Schulleiter Henry Tesch im Gespräch mit Strelitzius über das Tagesergebnis. „Testen, testen, testen“, das sei der Schlüssel, um möglichst schnell wieder zu normalen Unterrichtsverhältnissen zurückkehren zu können. Schüler räumlich zu trennen, um Abstand zu wahren, stoße auch wegen der angespannten Lehrersituation an seine Grenzen. Schon der Abiturauftakt morgen am Carolinum sei mit einem enormen Aufwand verbunden. Neben der Aula müssen die Teilnehmer auf neun weitere Klassenzimmer verteilt werden, um die Bestimmungen einzuhalten. Ein ganzes Schuljahr unter diesen Bedingungen, kaum vorstellbar.
Am Carolinum wird jetzt zwei Mal wöchentlich getestet, begleitet vom Biotechnologie-Unternehmen Centogene in Rostock als Sponsor (Strelitzius berichtete). Tesch schließt nicht aus, dass das Neustrelitzer Modell wissenschaftlich begleitet beispielgebend auch für andere Bundesländer sei, die ja viel stärker vom Virus befallen sind als Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich stehe und falle alles mit der Finanzierbarkeit.
Das Geschehen in Neustrelitz wird nicht nur von der Landesregierung in Schwerin aufmerksam verfolgt. Heute hat ein Kamera-Team des ZDF vom „Heute-Journal“ am Carolinum gedreht, der Beitrag soll morgen um 12 Uhr erstmals ausgestrahlt werden. Auch die New York Times wird einen Artikel über das Experiment am Neustrelitzer Gymnasium veröffentlichen.
Einem „in Deutschland bislang ziemlich einmaligen Experiment“ am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum hat die renommierte „Süddeutsche Zeitung“ heute einen langen Artikel gewidmet. Das Gymnasium bietet all seinen Schülern zweimal pro Woche einen kostenlosen Corona-Test an (Strelitzius berichtete), den das Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene durchführt und sponsert.
Der Gedanke dahinter, so Gesundheitsredakteurin Nina von Hardenberg: Wer regelmäßig testet, kann Infizierte früh erkennen – sogar dann, wenn sie gar keine Symptome haben. Schulleiter Henry Tesch sehe darin eine Chance, das Virus noch besser einzudämmen und somit vielleicht eher zu einem normalen Schulalltag zurückzukehren. „Wir brauchen andere Ideen. Derzeit dürfen bei uns zehn Schüler gleichzeitig in einem Klassenzimmer sein. Mit den Tests könnte man vielleicht bald 20 oder gar 30 wagen“, wird Tesch zitiert.
Am Carolinum-Gymnasium jedenfalls sei man gespannt, was die Ergebnisse des vierten Testtags bringen. Bislang gab es keinen einzigen Corona-Fall. 85 Prozent der Lehrer und gut zwei Drittel der Abiturienten hätten an den ersten Tests teilgenommen, sagte Schulleiter Tesch.