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Die ursprüngliche Ankündigung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, ab der kommenden Woche auf der B 198 im Raum Neustrelitz/Wesenberg im großen Umfang Baumaßnahmen durchzuführen, hat in der Woblitzstadt für Empörung und Fassungslosigkeit gesorgt. Inzwischen wurde gegenüber Strelitzius der Baubeginn präzisiert. „Zu der Baumaßnahme sind derzeit noch Abstimmungen erforderlich. Nach aktuellem Planungsstand werden die Arbeiten nicht vor der 29. KW beginnen. Wir bitten um Verständnis, dass wir eine konkrete Mitteilung erst herausgeben, wenn der Bauablauf verlässlich feststeht. In der Regel geschieht dies erst sieben Tage vor Baubeginn“, so André Horn, zuständig für Kommunikation, Internet und Baustelleninformation im Landesamt für Straßenbau und Verkehr M-V, auf meine Anfrage.

Die Verschiebung um zwei Wochen macht die Sache aus Sicht der Einheimischen, darunter in vorderster Linie Touristiker, aber auch die Agrargenossenschaft, nicht besser. Immerhin ist von acht Wochen Dauer die Rede, davon vier Wochen Vollsperrung, und das mitten in der Urlaubssaison. In diesem Zusammenhang flammt auch die schier endlose Diskussion um die Kurabgabe wieder auf. „Wesenberg wird in den wichtigsten Wochen des Jahres praktisch tot gestellt“, so Maik Tiedt von der Marina Wesenberg. In der Woblitzstadt trifft auch die B 122 aus dem Brandenburgischen auf die B 198.

Wenig begeistert von dem Vorhaben zu diesem Zeitpunkt zeigt sich im Gespräch mit Strelitzius auch Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann, der in der Angelegenheit selbst behördlich vorstellig geworden ist. Die Verschiebung um zwei Wochen sei lediglich mit Rücksicht auf das Fusion-Festival und den Schülerverkehr erfolgt. Er selbst könne nicht sagen, ob es nicht ein alternatives Zeitfenster für die Baumaßnahme gegeben hätte. Beliebtes Argument der Straßenbauer sei, man könne nicht gleichzeitig überall sein. Allerdings habe auch er Zweifel daran, dass gerade mit Blick auf den Tourismus von den Planern immer die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Zugesichert worden sei ihm wenigstens, so Rißmann, dass es keine Beschränkungen für das Ausrücken der an der Bundesstraße stationierten Wesenberger Feuerwehr geben werde.