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Buletten hat es bei uns schon längere Zeit nicht gegeben. Wobei der Begriff Bulette fast schon eine Abwertung ist, denn mit Hackfleisch kann man so ziemlich alles anstellen. Ein Hoch auf die Vielseitigkeit des Durchgedrehten, bei uns generell nur vom Rind für alle Neuleser, die unsere Vorliebe noch nicht abgespeichert haben. Heute also, Tusch, die Karottenbulette!

500 Gramm Rinderhack mit zwei geraspelten Möhren und feingehackter Petersilie verkneten. Ich arbeite momentan meine im Sommer vom Hochbeet weg angelegten TK-Vorräte ab. Die Hände anfeuchten, die Fleischmischung ohne allzu große Zurückhaltung salzen und pfeffern. Flache Teile formen, gern unterschiedlicher Größe. Die Holde isst zum Beispiel eher drei kleine als eine große Bulette, das ist höhere Mathematik. Und an meinen Lieblingskochkritiker aus Neubrandenburg: Ja, man darf auch Hacksteak zu der platten Bulette sagen.

Dann habe ich drei Stangen Lauch in dünne Scheiben und zwei Kohlrabi in mundgerechte Stücke geschnitten. Das Gemüse wurde in 125 Gramm Butter fünf Minuten lang gedünstet, gesalzen und mit Cayenne-Pfeffer sowie ein paar Spritzern Zitrone in Form gebracht. Am Ende habe ich 150 Milliliter Cremefine von Rama untergezogen.

Die Buletten habe ich in etwas Olivenöl von beiden Seiten je fünf Minuten bei voller Hitze gebraten und mit dem Sahnegemüse angerichtet. Dazu gab es Petersilien-Tüften. Schlichtweg der Hammer, das Essen! Ein paar Spitzer Worcestersauce krönten wie so oft das Mahl. Guten Hunger!