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Gruppenbild kurz vor der Rasur: Daniel Priebe (vorn rechts) hat seine Kameraden von der „Movember“-Aktion überzeugen können.

Wem in den vergangenen Novemberwochen einige Feuerwehrleute in Neustrelitz und Altstrelitz etwas unrasiert vorgekommen sind, der hat richtig geguckt. Zehn von ihnen, einer fehlt dienstbedingt auf dem Foto oben, haben sich einer ungewöhnlichen Aktion angeschlossen. Sie haben 30 Tage lang Schnurrbärte gedeihen lassen, um ein Zeichen gegen Prostata- und Hodenkrebs und für Vorsorgeuntersuchungen zu setzen, die viele Geschlechtsgenossen immer noch nicht ernst genug nehmen.

„Movember“ (Move und November) heißt die weltweite Bewegung, die seit 2003 mehr als 1.250 Projekte zur Männergesundheit finanziert, die den Status quo zu früh sterbender Männer in Frage stellt, die Gesundheitsvorsorge bei Männern aufrüttelt und die Art und Weise, wie Gesundheitsdienste Männer erreichen und unterstützen, verändert. „Bis 2030 werden wir die Zahl der Männer, die vorzeitig sterben, um 25 Prozent reduzieren“, so das ambitionierte Ziel.

Der Neustrelitzer Daniel Priebe, Krankenpfleger in der Notaufnahme im Klinikum Neubrandenburg, beteiligt sich mit Kollegen des Krankenhauses seit vier Jahren an „Movember“. Jetzt hat das auch auf seine Neustrelitzer und Altstrelitzer Feuerwehrkameraden abgefärbt. Nachdem die Bärte wieder abgenommen worden sind, wollen sie im Dezember einen Teil ihrer zur Auszahlung kommenden Feuerwehr-Einsatzgelder für das Tumorzentrum am Klinikum Neubrandenburg spenden. Andere spenden das Geld, was sie durch ungezügelten Bartwuchs statt Rasur gespart haben. „Aber da ist bei mir nicht viel zu holen“, so Daniel Priebe im Gespräch mit mir mit einem Lächeln.

Vielleicht lässt ja auch einer die neue Zierde der Oberlippe stehen. Schnauzer hatte ich auch schon, wobei das Echo geteilt war. Strelitzius meint: Ebenso verrückte wie tolle Aktion!

https://de.movember.com/