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Die Freiwilligen des Ökologischen Jahres bei ihrem jüngsten Einsatz in Mirow mit Henry Tesch (Mitte vorn), Claudia Lamm (Fünfte von rechts) und Thomas Lehmann (Vierter von rechts). Unterstützt wurden sie von den Stadtarbeitern Klaus Ziemen und Stefan Kleinschmidt (Dritter und Vierter von links)

Das Ensemble des Unteren Schlosses in Mirow soll in den nächsten Jahren in Eigenregie der Stadt entwickelt werden. Nach jahrelanger Diskussion hatte 2021 eine Mehrheit im Bauausschuss, im Hauptausschuss und in der Stadtvertretung den Antrag für dieses Vorhaben von Bürgermeister Henry Tesch in namentlicher Abstimmung gebilligt. „Es ist und bleibt eine herausfordernde Aufgabe“, so Henry Tesch, „die neben Fördergeldern auch auf viele Eigeninitiativen angewiesen ist. Deshalb war es wunderbar, dass sich nach dem Einsatz im November 2021 jetzt zum zweiten Mal mit Unterstützung des Biberferienhofes aus Diemitz TeilnehmerInnen des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern daran beteiligt haben.“

Auf dem Biberferienhof finden in regelmäßigen Abständen Seminare für TeilnehmerInnen des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ansonsten auf viele Einsatzstellen im Land verteilt sind, treffen sich mehrmals jährlich. In Seminaren werden Wissensinhalte vermittelt, beispielsweise über Ökologie, Naturschutz, erneuerbare Energien, Forst- und Landwirtschaft. Daneben finden Exkursionen und Arbeitseinsätze an den Seminarorten und in der unmittelbaren Umgebung statt.

„Beim aktuellen Seminar erfolgten Arbeitseinsätze auf Bio-Bauernhöfen, einer Obstplantage und am Mirower Unteren Schloss“, so Thomas Lehmann vom Biberferienhof. „Der diesjährige Einsatz erfolgte im Außenbereich des Areals. Weitere Einsätze sind geplant. Im Februar und im Mai 2023, wenn andere Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Biberferienhof einen Seminaraufenthalt absolvieren, planen wir weitere Arbeitseinsätze“, erklärt Thomas Lehmann.

„Wir als Mirower Unternehmen wollen gemeinsam mit den Freiwilligen unseren Beitrag leisten, dass das Schlossareal gemeinsam mit dem Hafen wieder im alten Glanz erstrahlt. Dieser Bereich könnte ein neues Zentrum von Mirow mit Kultur, Handel, Gastronomie und zum Wohnen werden. Ein Wohnzimmer für die Mirower Bürgerschaft und ein Anziehungspunkt für Touristen“, so Lehmann weiter.

Interesse am Areal wächst

Bereits im September dieses Jahres hatten der Mirower Feuerwehrmusikzug und das Heeresmusikkorps bei ihrem Konzert für Spenden zu Gunsten des Unteren Schlosses geworben. „Insgesamt ist das Interesse an dem Areal gewachsen. Seit September gibt es zudem mit Claudia Lamm eine Stadtplanerin, die sich im Auftrag der Stadt die nächsten fünf Jahre um diesen Bereich mit kümmert. Ebenfalls sehr aktiv ist der Beirat für Tourismus und Stadtentwicklung“, so Bürgermeister Henry Tesch. „Darüber hinaus sind wir in Gesprächen mit dem Land zum Wasserwanderrastplatz. Die Alte Feuerwehr ist als LEADER-Projekt eingereicht worden. Also jede Menge Arbeit, Termine und Sitzungen, die wir allein hierzu im laufenden Jahr absolviert und geleistet haben.“

Ehrlicherweise müsse gesagt werden, es sei mitunter ein zähes Ringen, um für diese Region Gelder einzuwerben, „aber wir bleiben am Ball“, bekräftigte das Stadtoberhaupt. „Umso schöner ist es, zu sehen und zu erleben, dass es Mitbürgerinnen und Mitbürger gibt, die initiativ werden, Projekte vorschlagen und organisieren, wie diesen Arbeitseinsatz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, lobt abschließend Henry Tesch die diesjährige Aktion.