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Auch die zweite Auflage des Honig- und Regionalmarktes heute am Neustrelitzer Hafen war ein Erfolg. Angetan von der Premiere vor einem Jahr, wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht. Zwar hatten wir den stimmungsvollen Auftakt mit dem Fanfarenzug Neustrelitz verpasst, aber selbst um die Mittagszeit war der Markt an der Wasserkante gut besucht. Der Residenzstadt würde es wirklich gut zu Gesicht stehen, wenn sich hier eine Tradition entwickelt.

Das liegt natürlich vor allem an den Mitgliedern des Imkervereins Neustrelitz, die die Fäden ziehen und sich als wirklich gute Organisatoren erweisen. Ich habe mich mit meinem Blogfreund Martin Henze unterhalten, der sich gleich mir sehr über die erneut gute Resonanz gefreut hat. „Was diesen kleinen Markt vor allem auszeichnet, ist der Entspannungsfaktor. Hier fühlt man sich wohl, hier trifft man Bekannte und Freunde, hier kommt man ins Gespräch. Ich habe mich mit allen Händlern unterhalten, aber auch mit vielen Besuchern. Das Urteil fällt sämtlich positiv aus.“

Auch Karsten Dudziak war bester Laune. Der Bio-Landwirt aus Sophienhof am Rand von Neustrelitz, der seine Produkte von der Kartoffel bis zur Wurst auch auf dem Wochenmarkt in der Stadtmitte anbietet, sagte mir, dass Regionalität angesagt sei wie nie zuvor. „Erzeugnisse von hier für hier, das ist der Weg“, zeigte sich der Bauer überzeugt. Wir haben vereinbart, wieder enger zusammenzuarbeiten, nachdem wir uns zuletzt ein bisschen aus den Augen verloren hatten. Vorbei an gleich zwei Anbietern von einheimischem Gin, einem Likörhersteller von um die Ecke, Vermarktern von Schaf und Ziegenprodukten, einem Saxofon samt Bläser bis hin zur Bastelstation und immer wieder Honig war es ein wirklich angenehmer Bummel an einer der schönsten Seiten von Neustrelitz. Aufgeschnappt: „Was wollen Sie denn mit einem kleinen Glas Honig? Das ist ja so schnell leer. Nehmen Sie lieber gleich ein großes.“

Ich habe bei den Imkern nicht explizit nach Honig- und Regionalmarkt Nummer 3 in Neustrelitz 2023 gefragt. Asche auf mein Reporterhaupt. Aber hier zeichnet sich eine Erfolgsgeschichte ab. Und die schreibt man für gewöhnlich fort. Übrigens ist am 20. August, also heute, in den USA Nationaltag der Honigbiene. Man muss ja den Amis nicht alles nachmachen, aber den hätten die Immen auch hierzulande verdient.