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Gudrun Kappich, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jens-Peter Keil (beide Mitte), Stephan Bünning (hinten links.) und Friederike Meyer-Belitz von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (2. von rechts) mit den Mediziner*innen aus Mexiko.  

„Wir freuen uns sehr“, sagt Gudrun Kappich, Geschäftsführerin des Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer Klinikums, „dass wir mit Unterstützung der Agentur für Arbeit über das Programm ‚Specialized!‘ elf neue Mitarbeitende aus Mexiko für den medizinischen Dienst in unserem Haus gewinnen konnten. Um Fachkräfte aus Drittstaaten zu rekrutieren, sind viele Hürden zu nehmen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur konnten alle Herausforderungen gemeistert werden, sodass sich die jungen Mediziner jetzt bei uns weiter qualifizieren und auf die Approbation vorbereiten können. Wir hoffen sehr, dass uns die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Arbeitsagentur auch weiter dabei unterstützt, dem Fachkräftemangel zu begegnen.“

Insgesamt hat das Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum am heutigen Tag elf mexikanische Ärztinnen und Ärzte willkommen geheißen.

Stephan Bünning, Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur: „Ich bin begeistert – über die Gemeinschaftsleistung – und das Rundum-Sorglos-Paket, dass unsere Kollegen*innen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung – mit vielen Netzwerkpartnern im Hintergrund – dem Neubrandenburger Klinikum geschnürt haben. Von der Bewerberauswahl über die Berufsanerkennung bis hin zur Arbeitserlaubnis. Fast alles lief „wie am Schnürchen“, sagt Bünning mit einem Augenzwinkern und hofft, „dass bald auch noch weitere Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern dem Neubrandenburger Beispiel folgen.“

Jetzt heißt es für die jungen lateinamerikanischen Ärzte aber erst einmal richtig büffeln. Und nicht nur Deutsch. Das können sie schon ganz gut. Als erstes wartet – im Rahmen des Anerkennungsverfahrens – die Fachsprachprüfung. Diese ist für eine eingeschränkte Berufserlaubnis unabdingbar. Erst damit dürfen die Mediziner*innen als Arzt – unter Aufsicht – arbeiten. Dann folgt ein Vorbereitungskurs auf die sogenannte Kenntnisprüfung, bei der die Ärzte und Ärztinnen ihr fachliches Wissen unter Beweis stellen müssen. Erst nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ärzte ihre Approbation und dürfen als Arzt oder Ärztin in Deutschland arbeiten und mit der Facharztweiterbildung starten.